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Er kämpft für Ulvi Kulac: Rechtsanwalt Michael Euler

Fernsehtipp: Der Fall Peggy und ein möglicherweise unschuldig verurteilter geistig behinderter Mensch sind heute Abend Thema bei sternTV (22.15 Uhr).

Rechtsanwalt Michael Euler (Foto: DasErste)

Rechtsanwalt Michael Euler (Foto: DasErste)

Kann ein Mensch mit kognitiven Störungen einen sogenannten perfekten Mord begehen, bei dem die Leiche trotz Wärmebildkameras in Tornados, die über den vermeintlichen Tatort flogen, nicht zu finden ist? Kann er ein Verbrechen begehen, ohne jegliche Spuren und Zeugen zu hinterlassen? Ja, urteilte 2004 ein Richter, der sich auf ein fragwürdiges und mehrfach widerrufenes Geständnis des Angeklagten stützte.

Wo ist Peggy? Nach zwölf Jahren sucht die Polizei wieder nach der Mädchenleiche (siehe Video unten). Vor zwölf Jahren verschwand das damals neunjährige Mädchen aus dem oberfränkischen Lichtenberg, einer Kleinstadt mit 1.100 Bewohnern. Damals war das Gericht überzeugt, dass der geistig behinderte Ulvi Kulac das Mädchen getötet hat und verurteilte ihn zu lebenslanger Haft. Die Leiche des Mädchens wurde nie gefunden (ROLLINGPLANET berichtete: Mordfall Peggy: Die vielen Ungereimtheiten).

Polizei verfolgt eine neue Spur

Vor wenigen Wochen stellte ein Frankfurter Anwalt einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens. Denn selbst in Peggys Heimatort glauben viele Menschen nicht, dass Ulvi Kulac ein Mörder ist. Seit Montag verfolgt die Polizei nun eine neue Spur. Ob die aktuellen Untersuchungen Ulvi Kulac entlasten können, erklärt sein Pflichtverteidiger Michael Euler heute Abend bei sternTV (24.4.2013, 22.15 Uhr). Es ist nicht das erste Mal, dass stern TV den Fall aufgreift: Vor einem Jahr war die Mutter des verschwundenen Mädchens bei Moderator Steffen Hallaschka im Studio.

Noch ein Thema bei Hallaschka, das ROLLINGPLANET-Leser/innen interessieren könnte: Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs: Wirksam oder gefährlich? In Deutschland erkranken etwa 6500 Frauen jährlich an Gebärmutterhalskrebs, rund 1700 sterben daran. Seit knapp sieben Jahren können sich Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren kostenlos gegen den HPV-Virus, der in vielen Fällen für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich ist, impfen lassen. Doch selten war eine Impfung in Deutschland so stark umstritten. Befürworter und Kritiker kommen zu Wort.

(ots)

Reuters-Bericht

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