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10. Deutscher Hörfilmpreis 2012: Erfolgreiche Premiere für Verena Bentele als Moderatorin

Auszeichnungen gehen an „Bella Block“ und „Wer wenn nicht wir“. Mario Adorf übergibt Publikumspreis für „Der mit den Fingern sieht“.

Bella Block

Unkonventionelle Krimireihe: Hannelore Hoger als "Bella Block" (Foto: ZDF)

Hörfilme ermöglichen es Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen, Filme in ihrer Ganzheit wahrzunehmen. Sie sind mit einer Audiodeskription versehen. Diese fasst die Worte und zentralen Elemente der Handlungen wie Gestik, Mimik zusammen. Die Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen gesendet.

Bei der Jubiläumsgala des Hörfilmpreises am Dienstagabend vergab der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband gleich vier der Preise.

In der Kategorie TV setzte sich die ZDF-Produktion „Bella Block – Stich ins Herz“ bei der Jury durch. Die Hörfilmfassung des Dramas „Wer wenn nicht wir“ erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Kino. Ein Sonderpreis der Jury für die besondere Qualität der Filmbeschreibung wurde an den Dokumentarfilm „Chandani und ihr Elefant“ verliehen.

Verena Benteles Premiere

Nach der Verkündung der drei Jury-Entscheidungen wurde der Publikumspreis an die Dokumentation „Der mit den Fingern sieht“ übergeben, der sich mit 29 Prozent der Stimmen durchgesetzt hatte. Der Film schildert das Leben des blinden Malers Esref Armagan. Schauspieler Mario Adorf übergab den Preis an Regisseur Savaş Ceviz von der MusOna Filmproduktion, Filmbeschreiberin Uta Borchert und Sprecherin Uta-Maria Torp.

Verena Bentele

Verena Bentele beim Hörfilmpreis am Dienstagabend (Foto: TIK Online/HauptBruch GbR)

Mit Verena Bentele führte erstmals eine blinde Moderatorin durch den Abend. Die Paralympics-Rekordgewinnerin bildete gemeinsam mit Dieter Moor ein „schlagkräftiges und schlagfertiges Duo“, wie der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband meldet. Für musikalische Highlights sorgte Jasmin Tabatabai mit dem David Klein Quartett.

“Ins Reich der Finsternis“

„Kennen Sie das? Zufällig verzappen Sie sich, und plötzlich erzählt eine Frauenstimme, was da auf dem Fernsehbildschirm zu sehen ist. Hörfilme vertonen für Blinde und Sehbehinderte das rein Sichtbare – eröffnen aber auch Sehenden neue Welten. Eine Reise in ein Reich der Finsternis.“ So fängt ein interessanter „Spiegel Online“-Bericht zum Thema „Hörfilm“ an: Darum quatscht da diese Frau rein

Kleines Foto Verena Bentele: TIK Online/HauptBruch GbR

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