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Erst lecker Essen machen und sich dann in den Rolli setzen

Ein Restaurantbesitzer tötete seine Frau und kochte sie. Und dann beschloss er, ausgerechnet in unserem Club Mitglied zu werden.

Von dem Opfer fehlt jede Spur (Foto: Polizei Los Angeles)

Von dem Opfer fehlt jede Spur (Foto: Polizei Los Angeles)

Ein US-Restaurantbesitzer hat gestanden, dass er seine Frau umgebracht hat und ihre Leiche zerkochte, um die Spuren zu verwischen. Dafür hat er in Los Angeles eine 15-jährige Haftstrafe erhalten.

Das 39 Jahre alte Opfer war im Herbst 2009 spurlos verschwunden. Die Leiche der Frau wurde nie gefunden, das Gericht stützt sich auf das Geständnis des Ehemanns, der dieses jedoch nach dem gestrigen Urteilsspruch zurücknahm.

Willkommen im Club: Als der Restaurantbesitzer im Februar 2011 als Täter ins Visier der Polizei geriet, stürzte er sich von einer Klippe. Er ist seitdem gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Wussten wir es doch: Die kleinen Sünden bestraft der liebe Hergott sofort.

Den Ermittlern gestand er damals, er habe seine Frau nach einem Streit gefesselt und ihren Mund zugeklebt. Nachdem er sie am nächsten Morgen leblos aufgefunden habe, habe er die Leiche in einem Behälter langsam gekocht, um die Spuren zu beseitigen. Die Überreste habe er mit anderen flüssigen Abfällen seines Restaurants entsorgt.

Oder doch nicht gekocht?

Gestern revidierte der 49-Jährige seine Version und betonte: Er habe die Leiche nicht gekocht. Bei seinen früheren Aussagen habe er unter dem Einfluss von Medikamenten gestanden.

Die Staatsanwaltschaft stellte den Mann als notorischen Lügner und Drogenkonsumenten dar, der schon vor dem Verschwinden seiner Frau straffällig geworden war. Im Laufe des Prozesses hatte er widersprüchliche Aussagen gemacht. So gab er an, den Schädel seiner Frau aufgehoben und im Haus seiner Mutter versteckt zu haben. Dort wurden die Ermittler aber nicht fündig. 2009 erzählte er Bekannten, seine Frau hätte ihn verlassen. Die Schwester der Verschwundenen schöpfte später Verdacht und schaltete die Behörden ein.

ROLLINGPLANET hofft, dass der Täter in einem Punkt die Wahrheit gesagt hat, auch wenn es uns ja eigentlich egal sein kann: Dass die Überreste nicht den Gästen serviert wurden.

(RP/dpa)

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