Erstes Treffen von InklusionsbotschafterInnen aus dem Süden und Westen Deutschlands

Im Rahmen eines Modellprojektes versuchen Menschen mit Behinderung, an ihrem Ort die UN-Behindertenrechtskonvention voranzubringen.

In Mainz fand das Treffen statt (Foto: Vytautas Kielaitis/Shutterstock.com)

In Mainz fand das Treffen statt (Foto: Vytautas Kielaitis/Shutterstock.com)

Vom Eintreten für eine inklusive Schule, über den Aufbau einer Taschengeldbörse, eine Tour mit dem Rollstuhl vom Bodensee nach Berlin für ein gutes Bundesteilhabegesetz, bis zum Aufbau einer Internetseite zum barrierefreien Reisen, reichen die Aktivitäten der InklusionsbotschafterInnen (ROLLINGPLANET berichtete). Am 8. August fand in Mainz das erste Treffen der InklusionsbotschafterInnen aus dem Süden und Westen Deutschlands statt.

Im Rahmen eines von der Aktion Mensch geförderten und vom Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) durchgeführten Modellprojektes wurden insgesamt 35 Menschen mit verschiedenen Behinderungen ausgewählt, um gezielt für die Inklusion zu werben. Anhand ihrer eigenen Erfahrungen und guter Beispiele zeigen sie in verschiedenen Regionen Deutschlands auf, wie die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt und damit die Inklusion vorangetrieben werden kann.

Auf fünf Jahre angelegtes Modellprojekt

„So vielfältig die Herausforderungen auf dem Weg zur Inklusion sind, so vielfältig sind auch die InklusionsbotschafterInnen. Mit ihren Aktivitäten tragen sie zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vor Ort und damit für ein gemeinsames Lernen, Wohnen, Arbeiten und Leben mitten in der Gemeinde bei und leisten damit wichtige Aufklärungsarbeit auf dem Weg zur Inklusion“, erklärte Ottmar Miles-Paul, der das auf fünf Jahre angelegte Modellprojekt koordiniert.

„Gemeinsam haben all diese Aktivitäten, dass sie von Menschen mit Behinderungen selbst durchgeführt oder angeschoben werden. Denn wenn Inklusion wirklich gelingen soll, dann geht dies nur, wenn Menschen mit Behinderungen selbst dabei auch eine zentrale Rolle spielen“, so Miles-Paul.

Die nächsten beiden Treffen der InklusionsbotschafterInnen aus Ost- und Norddeutschland finden im September in Dresden und Hamburg statt. Neben Veranstaltungen zur Vernetzung und Schulung erhalten die InklusionsbotschafterInnen auch kleine Stipendien als Aufwandsentschädigung für ihre vielfältigen Aktivitäten.

Nähere Informationen über die Arbeit der InklusionsbotschafterInnen erteilt Ihnen Ottmar Miles-Paul, Tel. 0179/2351063.

(RP/PM)

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