""

Erstmals Gebärdensprachdolmetscherin in der Landtagsdebatte – und ein ungewollter Kalauer

Ein besonderes Erlebnis hatte am Donnerstag mancher Abgeordnete im Mainzer Landtag: Erstmals standen die Redner nicht komplett allein am Rednerpult.

Archivfoto (nicht von der Landtagsdebatte): Anja Hemmel (Foto: Privat)

Die Politiker hatten Gesellschaft: Die Gebärdensprachdolmetscherin Anja Hemmel übersetzte live die Debatte über den Zwischenbericht der Enquete-Kommission zu mehr Bürgerbeteiligung. Hemmel kam auf Initiative der Fraktion der Grünen.

Für eine kuriose Ansage sorgte dabei Landtagsvizepräsidentin Hannelore Klamm, die für Ruhe in der Debatte sorgen wollte: „Wenn es so laut ist, kann die Gebärdendolmetscherin nicht mehr dolmetschen“, wird sie von der Nachrichtenagentur dapd zitiert.

„Beteiligungshürden abbauen“

Die Vorsitzende der Enquete-Kommission, Pia Schellhammer (Grüne), sagte, dass es inzwischen zwar den Live Stream der Plenarsitzungen im Internet gebe, dieser jedoch für Gehörlose nicht barrierefrei sei.

Die Dolmetscherin solle deshalb nun „Beteiligungshürden abbauen und Gehörlose einbinden“, das sei gerade bei der Debatte über mehr Beteiligung der Bürger wichtig. Nach Angaben des Landtags wurde der Einsatz der Dolmetscherin vom Landtag bezahlt. Ob weitere Einsätze geplant sind, ist noch nicht bekannt.

(dapd-rps)

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN