Es gibt keine Gerechtigkeit: Der ewige Gärtner

Der Thriller setzt am Donnerstag, 9. August 2012, die Reihe der Hörfilme mit anschließendem Expertengespräch im Berliner Kleisthaus fort.



Melodram, Thriller und Politdrama um Globalisierung zu Lasten der Dritten Welt – darum geht es in der Verfilmung des Bestsellers von John le Carré:

Die Leiche der passionierten Aktivistin Tessa Quayle wird in einer einsamen Gegend Kenias gefunden. Ein Verbrechen aus Leidenschaft? Die British High Commission geht davon aus, dass Tessas Ehemann, der passive und wenig ambitionierte Diplomat und Hobbygärtner Justin Quayle, die Sache diskret in ihre Hände übergibt. Doch der Verlust seiner lebensfrohen Frau rüttelt den zurückhaltenden Mann wach. Er nimmt sein Schicksal erstmals in die eigene Hand. Dabei stößt er auf mörderische Machenschaften der Pharma-Industrie…

Der Film aus dem Jahre 2005 von Regiesseur Fernando Meirelles mit Ralph Fiennes, Rachel Weisz (Oscar und Golden Globe für die beste weibliche Nebenrolle), Bill Nighy und Danny Huston erhielt durchweg positive Kritiken.

Appell statt Predigt

So schrieb „Spiegel Online“: „In einer gerechten Welt, deren Existenz Meirelles‘ Film so erschütternd widerlegt, wären Rachel Weisz und Ralph Fiennes spätestens nach dieser Leistung unbestrittene Stars. Sie rühren zu aufrichtig geweinten Tränen, die den Blick auf das Wesentliche nicht verwässern, sondern schärfen. Darum bleibt für uns in jedem denkwürdigen Moment ersichtlich, warum ,Der ewige Gärtner‘ das Herz erreicht, ohne zu verblenden und zugleich an den kritischen Verstand appelliert, ohne zu predigen.“

Im Anschuss gibt es ein Gespräch mit einem/er sehenden und einem/er blinden FilmbeschreiberIn über die Kunst, eine Audiodeskription zu erstellen. Der Name wurde noch nicht mitgeteilt.

Kleisthaus, Mauerstraße 53, 10117 Berlin (9.8.2012, 19-21.30 Uhr), Eintritt ist frei.

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