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„Es ist ein irres Gefühl“

Ein Querschnittsgelähmter, der auf eigenen Füßen steht: Was wie Science-Fiction klingt, haben US-Forscher nun erstmals möglich gemacht. Experten warnen Betroffene jedoch davor, sich jetzt schon zu große Hoffnungen zu machen.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet:

Gerade 18 Jahre alt war Rob Summers, als ihm im Juli 2006 ein Verkehrsunfall die Kontrolle über seinen Körper nahm. Von der Brust abwärts war der junge Mann seither gelähmt. Die Arme konnte er bewegen, aber seine Macht über den Rest seines Körpers war vollständig verschwunden. Daran änderten auch jahrelange Übungen unter der Aufsicht von Ärzten und Krankengymnasten nichts. Er hatte keinen Einfluss mehr auf seine Beine, seine Blase, seinen Darm.

Nun kann Rob Summers doch wieder gehen – wenn auch nur ein paar Schritte und die nur, wenn ihm andere helfen. Für ein paar Minuten kann der Amerikaner auch stehen, und das ganz alleine. Er kann seine Hüften, Knie, Knöchel und die Zehen bewegen. Und über seine Blase hat er zumindest ein bisschen Kontrolle zurückgewonnen. Solche Fortschritte wurden bei einem Querschnittsgelähmten nie zuvor erreicht. Wie sie gelingen konnten, berichten Summers‘ Ärzte nun in der Fachzeitschrift Lancet (online): Sie stimulierten das Rückenmark ihres Patienten im unteren Teil seines Rückens mit elektrischen Impulsen. Diese Methode hatte zuvor schon querschnittsgelähmte Katzen wieder zum Laufen gebracht, bei einem Menschen war Ähnliches aber bisher nicht ansatzweise gelungen.

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