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ESC-Streit von Ukraine und Russland: Trotz drohender Sanktionen kein Kompromiss in Sicht

Gastgeberland-Präsident Petro Poroschenko verteidigt das Einreiseverbot gegen die Kandidatin Julia Samoilowa.

Die im Rollstuhl sitzende Sängerin Julia Samoilowa bei der Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele am 7. März 2014 in Sotschi/Russland. (Foto: Ekaterina Lyzlova/AP/dpa)

Die im Rollstuhl sitzende Sängerin Julia Samoilowa bei der Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele am 7. März 2014 in Sotschi/Russland. (Foto: Ekaterina Lyzlova/AP/dpa)

Im erbitterten Streit zwischen der Ukraine und Russland um den Eurovision Song Contest (ESC) ist weiter keine Einigung in Sicht. Die Regierung in Kiew lässt sich offensichtlich nicht einmal von den mächtigen ESC-Veranstaltern – der Europäischen Rundfunkunion EBU in Genf – hereinreden. Präsident Petro Poroschenko verteidigte am Dienstag das Einreiseverbot gegen die russische Kandidatin Julia Samoilowa trotz Drohungen der EBU. Samoilowa darf nicht nach Kiew kommen, weil sie von Russland zu Auftritten auf die Krim gereist war.

„Der Besuch der Krim wird von der Ukraine nur über die Verwaltungsgrenze im Gebiet Cherson gestattet“, sagte Poroschenko der Agentur Interfax zufolge in Riga. Die Anforderungen seien für alle gleich. Samoilowa war vom russischen Fernsehen als Teilnehmerin für den ESC im Mai nominiert worden. Seit sich Russland 2014 die Halbinsel einverleibt hat, hat die Regierung in Kiew Reisen auf die Krim über russisches Gebiet verboten und bestraft diese mit mehrjährigen Einreisesperren. Die 27-Jährige war im Juni 2015 auf der Krim aufgetreten. Der ukrainische Geheimdienst SBU hat der im Rollstuhl sitzenden Russin für drei Jahre die Einreise verboten.

Vergangene Woche war ein Brief der EBU-Chefin Ingrid Deltenre an den ukrainischen Ministerpräsidenten Wladimir Groisman bekanntgeworden. Da hieß es, dass der Ukraine Sanktionen drohen, sollte sie Samoilowa nicht teilnehmen lassen. Ein Kompromiss, sie live zuzuschalten, war vorher sowohl von Russland als auch von der Ukraine abgelehnt worden.

(dpa)

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