Euroleague: Hamburg und Thüringen verpassen überraschend Endrunde

Lahn-Dill und Zwickau vertreten nun die deutsche Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL) in der Champions League.

Reo Fujimoto (m.) von BG Baskets Hamburg setzt sich in der Inselparkarena in Hamburg gegen Avi Ben Simhon (l.) und Dvid Dray (r.) von Beit Halochem Tel Aviv durch. Am Ende belegten die Norddeutschen in ihrer Gruppe C jedoch nur Platz 3 statt 2 und verpassten damit die Endrunde der Euroleague. (Foto: Lukas Schulze/dpa)

Reo Fujimoto (m.) von BG Baskets Hamburg setzt sich in der Inselparkarena in Hamburg gegen Avi Ben Simhon (l.) und Dvid Dray (r.) von Beit Halochem Tel Aviv durch. Am Ende belegten die Norddeutschen in ihrer Gruppe C jedoch nur Platz 3 statt 2 und verpassten damit die Endrunde der Euroleague. (Foto: Lukas Schulze/dpa)

Einige Rollstuhlbasketballfans hatten bereits darauf gehofft, dass erstmals in der 41-jährigen Geschichte der Champions League die deutsche Bundesliga mit gleich vier Teams in dem Wettbewerb vertreten sein würde. Doch dazu kommt es nicht. Die Ergebnisse der IWBF EuroLeague am vergangenen Wochenende haben Titelverteidiger RSV Lahn-Dill die Gegner in der europäischen Königsklasse beschert. Vom 6. bis 8. Mai im sächsischen Zwickau stehen sich neben den Mittelhessen und Gastgeber BSC-Rollers Zwickau in der Champions League Rom, Cantu, Madrid, Besiktas und Galatasaray Istanbul sowie Porto Torres gegenüber.

Überraschend nicht dabei sind die beiden RBBL-Teams BG Baskets Hamburg und RSB Thuringia Bulls. Beide scheiterten in der Qualifikation der EuroLeague 1 und konnten sich jeweils nur die Fahrkarte zum André-Vergauwen-Cup sichern, der vom 21. bis 23. April im spanischen Valladolid stattfindet. Während Thüringen in der Gruppe A zwei Niederlagen gegen den italienischen Rekordmeister Santa Lucia Rom und den spanischen Gastgeber BSR Getafe nicht mehr wettmachen konnte, unterlagen die Hanseaten in der Inselparkarena in Wilhelmsburg in der Gruppe C dem letztjährigen Finalisten Iluinion Madrid und GSD Porto Torres aus der italienischen Serie A.

Hamburger loben sich

„Wir haben als Gastgeber einen sehr guten Eindruck auf der europäischen Bühne hinterlassen und freuen uns, dass alles so reibungslos lief. Sportlich haben wir mit Platz drei das wichtigste Ziel, die Endrunde der EuroLeague 2, erreicht“, zog Jörn Spuida, Geschäftsführer des HSV e.V., trotz der verpassten Qualifikation für die Endrunde ein positives Fazit. An beiden Tage kamen 1600 Zuschauer in die Halle.

Anfang Mai in Zwickau starten die nun acht qualifizierten Teams zunächst in zwei Vierergruppen, von denen die beiden jeweils Gruppenersten- und Zweiten ins Halbfinale der europäischen Königsklasse einziehen. Rekordsieger in diesem Wettbewerb ist mit sechs Erfolgen Titelverteidiger RSV Lahn-Dill.

Champions League, 6. bis 8. Mai in Zwickau

RSV Lahn-Dill (GER)
SSD Santa Lucia Rom (ITA)
Unipol Briantea ’84 Cantu (ITA)
CD Ilunion Madrid (ESP)
Besiktas Istanbul (TUR)
Galatasaray Istanbul (TUR)
GSD Porto Torres (ITA)
BSC-Rollers Zwickau (GER)

(RP/aj/dpa)

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