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Experten befürchten in Syrien Ausbruch der Kinderlähmung

Zum ersten Mal seit 14 Jahren gibt es in dem Land wieder Hinweise auf die von Polioviren verursachte Krankheit.

Damaskus, die Hauptstadt von Syrien (Foto: Paul Sippel/pixelio.de)

Damaskus, die Hauptstadt von Syrien (Foto: Paul Sippel/pixelio.de)

Bei allem Leid durch den Bürgerkrieg könnte Syrien auch noch von einem Ausbruch der lebensgefährlichen Kinderlähmung betroffen sein. Zum ersten Mal seit 14 Jahren gebe es in dem Land wieder Hinweise auf die von Polioviren verursachte Krankheit, teilte die Globale Initiative zur Ausrottung der Polio in Genf mit.

Bislang seien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von den syrischen Gesundheitsämtern Angaben zu zwei konkreten Verdachtsfällen in der Provinz Deir as-Saur übermittelt worden. Die Proben würden derzeit im Referenzlabor der WHO für die Mittelmeerregion untersucht.

Krieg zerstört mehr als ein Drittel der Gesundheitseinrichtungen

Behörden in Syrien haben die Suche nach weiteren Verdachtsfällen angeordnet. Zudem werden in Nachbarländern zusätzliche Impfaktionen für Syrien vorbereitet.

WHO-Experten befürchten jedoch, dass große Immunisierungskampagnen in vielen Gebieten des Landes wegen der Kämpfe nicht möglich wären. Zudem wurden durch den Krieg laut WHO mehr als ein Drittel der öffentlichen Gesundheitseinrichtungen zerstört; viele ihrer Mitarbeiter sind geflohen.

(dpa)

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