Fass mich an…Warum Berührung so wichtig ist!

TV-Tipp für Mittwoch (13.7.2016): „ZDFzoom“ und „Make Love – Liebe machen kann man lernen“.

Körperkontakt ist lebensnotwendig: Menschen haben oft vergessen, wie wichtig Berührungen sind. (Foto: Shutterstock)

Körperkontakt ist lebensnotwendig: Menschen haben oft vergessen, wie wichtig Berührungen sind. (Foto: Shutterstock)

Wir streichen übers Smartphone, aber streicheln uns nicht mehr: Überstunden statt Umarmung, Karriere statt Kuscheln. Wissenschaftler mahnen: Unsere Gesellschaft ist unterkuschelt.

„Umarmen und Küssen zum Beispiel hält uns am Leben,“ sagte einmal Samuel Koch. Das Thema beschäftigt indes nicht nur Menschen mit Behinderung: Jeder Dritte in Deutschland würde gern öfter in den Arm genommen werden, wollen Meinungsforscher herausgefunden haben. Doch Berührung und Nähe sind nicht mehr selbstverständlich. Das Defizit an Wärme und Geborgenheit erleben viele Menschen und suchen Ausgleich auf sogenannten Kuschelpartys. Für ein paar Stunden liegen sich fremde Menschen in den Armen.

Ein Plädoyer für Berührungen

So weit sind wir schon: Kuschelpartys als probates Mittel gegen den Mangel an Berührungen. (Foto: ZDF/Maxi Wied)

So weit sind wir schon: Kuschelpartys als probates Mittel gegen den Mangel an Berührungen. (Foto: ZDF/Maxi Wied)

Körperkontakt ist lebensnotwendig, so wichtig wie die Luft zum Atmen. Erwachsenen hilft es bei Stress, Babys beim Wachsen. „ZDFzoom“ zeigt am Mittwoch (13. Juli 2016) ab 22.45 Uhr, warum der Mangel an Berührung in jungen Jahren zu Kontaktstörungen führen kann und warum Umarmung so wichtig fürs Wohlbefinden ist.

In der Dokumentation erklärt Deutschlands führender Tastsinnforscher Dr. Martin Grunwald, was sich bei Berührungen biochemisch im Körper abspielt. Der Leiter des Haptik-Forschungslabors in Leipzig zeigt, dass die Entspannung nach einer Massage sogar gemessen werden kann.

Der Leiter der Schreiambulanz für Babys in Bremen, Thomas Harms, demonstriert, wie es Eltern gelingen kann, mit ihren Kindern durch Berührung in besseren Kontakt zu kommen. Guter Körperkontakt hilft den Kleinen und den Großen, die verlorene Balance wiederzufinden.

In Miami erleben die Autoren Paul Amberg und Halim Hosny, wie die renommierte Psychologin und Direktorin des Touch Research Institute, Dr. Tiffany Field, zu früh geborenen Babys mit Massage und Berührung bei der körperlichen Entwicklung hilft. Ihre Studien zeigen, dass regelmäßiger Körperkontakt kein Luxus ist, sondern wichtig für die körperliche Gesundheit.

Berührung virtuell auf große Distanz erleben – noch ist das Zukunft. Doch forschen Wissenschaftler in den USA auch daran. Die Autoren erleben im Labor, wie elektronisch aufgezeichnete Berührung in die Hand des Reporters übertragen wird.

Liebe machen

Im Anschluss an die Dokumentation sendet das ZDF um 23.15 Uhr „Make Love – Liebe machen kann man lernen“. Sexologin und Therapeutin Ann-Marlene Henning spricht mit Paaren über ihr Beziehungs- und Sexualleben. In den vier neuen Folgen geht es um die ersten sexuellen Erfahrungen von Jugendlichen, um die Schwierigkeiten eines Paares, zu einem gemeinsamen Orgasmus zu kommen, um ein Paar, das wieder Lust auf ein gemeinsames Sexleben bekommen möchte und um ein homosexuelles Paar, das in seinem Liebesleben wieder raus aus der Routine möchte.

(RP/PM)

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