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Forscher rätseln über Krankheit, die in Liberia bislang elf Menschen tötete

ROLLINGPLANET-Tagebuch: Neue Trend-Pflanzen verursachen Allergien +++ Australien und sein Alkoholproblem +++ Nordkorea

TAGEBUCH
FREITAG, 28. APRIL 2017
Multiple Sklerose

Von der Nase ins Gehirn: EU fördert Entwicklung neuer Wirkstoff-Technologie

Um Multiple Sklerose besser behandeln zu können, will ein internationales Konsortium bis 2020 eine neue Technologie entwickeln: „Nose2Brain“ soll einen speziellen Wirkstoff, der die Regenerierung von Nervenzellen anregt, direkt über die Nase in das zentrale Nervensystem transportieren, wie das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB mitteilt. Das Foschungsprojekt wird von der Europäischen Union gefördert. ÄrzteZeitung

Liberia

Unbekannte Krankheit fordert elf Opfer

Monrovia, die Hauptstadt des westafrikanischen Staates Liberia. (Foto: Jonathan Harrison/Wikipedia, CC BY-SA 1.0)

Monrovia, die Hauptstadt des westafrikanischen Staates Liberia. (Foto: Jonathan Harrison/Wikipedia, CC BY-SA 1.0)

Eine noch ungeklärte Krankheit soll im westafrikanischen Liberia in den vergangenen Tagen elf Menschenleben gefordert haben. Mindestens neun weitere Menschen seien ebenfalls erkrankt, sagte ein hochrangiger Gesundheitsbeamter am Freitag. Erste Tests widerlegten die Befürchtung, dass es sich um Ebola handeln könnte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) listete Fieber, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen als Symptome auf. Die meisten der im Francis-Grant-Hospital in Greenville behandelten Patienten seien unter 21 Jahre alt, hieß es von der WHO. Die Stadt Greenville liegt in der Verwaltungsregion Sinoe County südöstlich der Hauptstadt Monrovia.
Regierungsangaben zufolge wurden Blutproben zur Untersuchung an die amerikanische Gesundheitsbehörde (CDC) geschickt. Experten der WHO untersuchen, ob es einen Zusammenhang mit Nahrunsmitteln oder Getränken, bestimmten Chemikalien oder Bakterien geben könnte. Die Regierung mahnte die Bevölkerung, nicht in Panik zu geraten.
Liberia und die angrenzenden Länder Guinea und Sierra Leone waren vor einiger Zeit von einem langanhaltenden Ebola-Ausbruch betroffen. Zwischen Dezember 2013 und Mitte 2016 wurden dabei mehr als 11.000 Todesfälle erfasst. (dpa)

TV

ARD und ZDF berichten noch umfangreicher von den Paralympics

ARD und ZDF haben die Rechte für die Paralympics erworben und kündigten heute an: „Wir wollen noch größer und umfangreicher berichten.“ Im vergangenen Jahr begleiteten die beiden öffentlich-rechtlichen Sender 60 Stunden live die Wettkämpfe in Rio de Janeiro. Die nächsten Paralympics finden vom 25. August bis zum 6. September 2020 in Tokio statt. ROLLINGPLANET

DONNERSTAG, 27. APRIL 2017
Allergien

Olivenbäume & Co.: Forscher warnt vor neuen Trend-Pflanzen als Allergieauslöser

1 Jahr alte japanische Zeder (Foto: Sternenlaus&birdy/Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

1 Jahr alte japanische Zeder (Foto: Sternenlaus&birdy/Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

Vor dem Welt-Asthma-Tag am 2. Mai warnt ein Berliner Allergieforscher vor dem unbewussten Einschleppen neuer Problem-Pflanzen. „Ein Trend in Gartenmärkten ist zum Beispiel die Japanische Zeder, eines der Hauptallergene in Japan“, sagte der Leiter des Allergie-Centrums der Berliner Charité, Torsten Zuberbier, der Deutschen Presse Agentur. „Olivenbäume stehen in jedem Café – eines der Hauptallergene in Südeuropa.“
Der Wissenschaftler appellierte, es sei dringend mehr Forschung nötig, um solche Trends erkennen und bei Allergikern auch testen zu können. „Das wird leider immer noch bagatellisiert“, so Zuberbier. Zulassungen für Hauttests seien kompliziert: „Man kann Menschen in Deutschland noch nicht einmal auf ihre Reaktion auf Olivenpollen testen“, sagte Zuberbier.
Asthma tritt bei den meisten Patienten in Deutschland in Kombination mit Heuschnupfen auf. (dpa)

Studie

Australien hat ein Alkoholproblem

(Symbolfoto: Dieter Schütz/pixelio.de)

(Symbolfoto: Dieter Schütz/pixelio.de)

Mehr als drei Viertel der Australier sind der Meinung, dass ihr Land ein chronisches Alkoholproblem hat. Dies geht aus einer heute veröffentlichten repräsentativen Umfrage hervor. Demnach glauben 78 Prozent, dass in ihrer Heimat übertrieben viel getrunken wird. Fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) gab an, sich von Zeit zu Zeit absichtlich zu betrinken.
Die Umfrage wurde von der Stiftung für Alkohol-Aufklärung (Foundation for Alcohol Research and Education) in Auftrag gegeben. Der Stiftung zufolge werden jeden Tag durchschnittlich 430 Menschen wegen übertriebenen Trinkens ins Krankenhaus gebracht. Die australische Alkoholindustrie warf der Stiftung Stimmungsmache vor. (dpa)

Neurophysiologe

Elektrische Hirnstimulation hilft laut Studie bei Depressionen

Bei manchen Menschen mit Depressionen schlagen Medikamente nur unzureichend an – ihnen könnte eine zusätzliche elektrische Hirnstimulation helfen. In mehreren Studien mit 3000 Patienten habe sich die antidepressive Wirkung der Magnetstimulation bestätigt, wurde als Ergebnis der 61. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologe (DGKN) heute in Leipzig bekanntgegeben.
„Bei dieser Methode werden die Gehirnzellen über ein rasch wechselndes Magnetfeld stimuliert“, sagte Andreas Fallgatter, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Psychiatrie und Physiotherapie in Tübingen. Bei der Therapie wurden die Patienten drei Wochen lang täglich mit heilsamem Strom behandelt; dabei haften die Elektroden laut Fallgatter auf der Kopfhaut.
Es müsse derzeit noch untersucht werden, ob die Magnetstimulation auch als Ersttherapie in infrage kommt oder nur als Ergänzung zu Medikamenten und Physiotherapie eingesetzt werden kann. Auch sei noch genauer zu untersuchen, ob die Methode langfristig wirkt. An der Tagung bis Samstag nehmen rund 1000 Experten aus Wissenschaft und Praxis teil. (dpa/sn)

Seltene Einblicke

Nordkorea lässt UNO-Behindertenbeauftragte ins Land

Nordkorea hat erstmals den Besuch einer UNO-Menschenrechtsbeauftragten erlaubt. Die UNO-Sonderberichterstatterin für Menschen mit Behinderung, Catalina Devandas-Aguilar, wird am Mittwoch nächster Woche auf Einladung Pjöngjangs in dem abgeschotteten Land eintreffen. Wie die Vereinten Nationen heute in Genf mitteilten, handle es sich um den ersten Besuch einer unabhängigen Expertin, die vom UNO-Menschenrechtsrat beauftragt sei. (ag)

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