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Fazialislähmung à la George Clooney: Was tun, wenn das Gesicht halbseitig gelähmt ist?

Entzündung kann Ursache für einseitig hängenden Mundwinkel und ein teilweise geschlossenes Auge sein.

Als Junge litt George Clooney ein Jahr lang an einer Fazialislähmung. Die anderen Kinder lachten ihn aus, aber diese Erfahrung hat ihn stärker gemacht, erzählt der Schauspieler heute. (Foto: dpa)

Als Junge litt George Clooney ein Jahr lang an einer Fazialislähmung. Die anderen Kinder lachten ihn aus, aber diese Erfahrung hat ihn stärker gemacht, erzählt der Schauspieler heute. (Foto: dpa)

Ein herabhängender Mundwinkel und ein teilweise geschlossenes Auge können Anzeichen für eine sogenannte Fazialislähmung sein. Diese halbseitige Gesichtslähmung kann auf einer Entzündung beruhen, die unter anderem durch einen dauerhaften kalten Lufthauch oder eine Infektion mit Viren oder Bakterien ausgelöst wurde. Darauf weist Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) hin. Er rät, die Beschwerden in jedem Fall von einem Arzt abklären zu lassen, weil dahinter zum Beispiel auch ein Schlaganfall oder ein Tumor stecken kann.

Eine Fazialislähmung ist in der Regel ungefährlich und verschwindet meist von allein wieder. Hoher Blutdruck und Diabetes scheinen das Phänomen ebenso wie massiver Stress zu begünstigen. Größtenteils lässt sich laut Bergmann aber keine Ursache ermitteln. Vermutlich spielen mehrere Faktoren eine Rolle dabei, dass es zu einer Entzündung und damit verbunden zu Schwellungen kommt, die dann auf den Gesichtsnerv (Nervus facialis) drücken.

Was tun, wenn man sein Auge nicht schließen kann?

Das führt manchmal auch dazu, dass ein Auge stark tränt, das Hören auf einem Ohr verändert oder der Geschmackssinn beeinträchtigt ist. Es kann einige Stunden oder bis zu zwei Tage dauern, bis die Lähmung der Gesichtshälfte vollständig auftritt.

Problematisch ist, wenn der Patient sein Auge nicht schließen kann. Dann sollte er es regelmäßig befeuchten und mit einer Augenklappe oder Brille schützen. Steckt eine Infektion hinter der Lähmung, können entweder Virostatika oder Antibiotika verordnet werden. Um die Beschwerden aufgrund der beeinträchtigten Mimik zu lindern, ist der Einsatz von Kortison oder Schmerzmitteln möglich.

Betroffen sind vor allem Menschen im mittleren Alter, auf 100.000 Menschen kommen nach Angaben des BVDN im Durchschnitt 20 bis 25 Erkrankungen im Jahr.

(dpa/tmn)

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1 Kommentar

  • Gisela Breuhaus

    Ignoranz gegen Stiftungsfinanzierungen für behindertengerechten PKW und Mehrbedarf
    oder die selbstherrliche Auslegung der Gesetze einzelner Mitarbeiter

    Zuerst, ich pflegte meinen Vati fast 11 Jahre, während seiner letzten auch noch meinen Mann. Letzteren pflegte ich trotz Chemo weiter, nicht zu vergessen wir sind eine ADHS Familie.
    Meine Familie pflegte und versorgte ich trotz eigner gesundheitlicher Dispositionen stets und beklagte mich nie.
    Im letzten Jahr hatte ich einen ziemlich schweren Autounfall mit Totalschaden, ich befand mich im Stau, in der Mitte. Da ich ohne PKW aufgeschmissen bin, wir wohnen auf einem Berg mit sehr schlechter Verkehrsanbindung bat ich den MMB e.V. um Hilfe. Mit guter Unterstützung und Hilfe brauchte ich ein halbes Jahr bis ich wieder mobil war um meine Ehrenämter, Anwendungen, Arzttermine, Einkäufe wieder aufzunehmen.
    Meine Erfahrungen mit dem hiesigen Sozialamt erlaubten es mir nicht, mich über den fast neuen PKW zu freuen. Immerhin, ein Warmmietanteil – von 350,00 Euro ist unangemessen! Obwohl die Richtlinien des Rhein-Siegkreises anders lauten! Daher erscheint es so, als wäre die Haltung des Sachbearbeiters reine Willkür. Ständig wird deshalb die Grundsicherung gekürzt. Selbst der sehr kalte Winter vor 2 Jahren wo überall ein erhöhter Heizbedarf war, lässt ihn kalt. Das interessiert den Sachbearbeiter überhaupt nicht.
    Als ich jetzt den jährlichen Antrag zur Grundsicherung stellte, freute sich der gute Herr über mein Auto. Das, obwohl durch Zweckbestimmte Stiftungen finanziert will er nicht anerkennen. Es soll verkauft werden und ich soll davon leben! Ganz gegen die Gesetzgebung! Da soll man keine Willkür annehmen? Ein Schelm ist, wer da böses denkt..

    Selbst die Intervention des Vorstandes vom MMB e.V. brachte das Ansinnen des Herrn nicht ins Wanken. Im Gegenteil!

    Ausschnitte aus den Briefverkehr:
    Nun gibt es in Deutschland Stiftungen und finanzkräftige Institutionen, die mit unserer
    Hilfe hier gerne zweckgebundene Spenden bereitstellen. Zweckgebundene Spenden werden
    zur Erfüllung eines bestimmten Spendenzwecks vergeben. Kann dieser Zweck nicht
    erfüllt werden, müssen die Spenden an die Spender zurückgeführt werden, da sonst der
    Tatbestand der Steuerhinterziehung besteht. Das Sozialamt hat deshalb keinerlei Ansprüche
    auf zweckgebundene Spenden. Außerdem sind Fahrzeuge für behinderte Menschen
    dem Schonvermögen hinzuzurechnen und somit von jeglichem Zugriff der Sozialbehörden
    ausgeschlossen.

    Frau Breuhaus hat uns in verschiedensten sozialen, ärztlichen Gutachten glaubhaft dargelegt, dass Sie auf die Verwendung eines Fahrzeugs angewiesen ist. Wir werden daher alles dafür tun, damit Frau Breuhaus im Besitz des Fahrzeuges bleibt, um Ihre Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu sichern. Ich habe Frau Breuhaus kurz in Duisburg während einer von uns initiierten Podiumsdiskussion mit führenden Politiker aus NRW kennengelernt. Auch ohne ärztliche Ausbildung und Hintergrund, nur aufgrund meiner Erfahrung als selbstbetroffener an Muskeldystrophie erkrankter Mensch, kann ich Ihnen sagen, das Frau Breuhaus ohne Fahrzeug keine hundert Meter weit kommt. Dazu kommt die extrem hohe Infektgefahr aufgrund der Chemo und Behandlung Ihrer Krebserkrankung. Wie ich schon sagte, tauschen will ich mit Ihr nicht.

    Lieber Herr XXXL,
    es gibt Menschen die ruhen sich auf Ihrer Behinderung aus, die nutzen jede Gelegenheit und Möglichkeit um sich daraus Vorteile zu verschaffen. Hierzu gehört Frau Breuhaus beim besten Willen nicht. Sie kann nichts für die Verhältnisse in denen, und mit denen sie lebt. Sie hat es sich nicht gewünscht, sie hat nicht aktiv dazu beigetragen – wie wir es oft bei Suchtkranken erleben.
    Deren Schicksal liegt in der Hand von Menschen wie Ihnen. Sie entscheiden, wie weit Sie den Rahmen Ihrer Möglichkeiten ausschöpfen, um aktiven Menschen wie Frau Breuhaus den Freiraum zu schaffen, damit sie wenigsten diesen im Rahmen Ihrer Fähigkeiten zum Wohle unserer Gemeinschaft ausfüllen können. Daher meine herzlichste Bitte an Sie ganz persönlich, bitte helfen und unterstützen Sie Frau Breuhaus weitestgehend.

    Der Gute lässt es tatsächlich auf eine Klage ankommen. Es ist doch wirklich extrem, wie mit Behinderten und Alten umgegangen wird.

    Diese an auch die Erfahrungen Anderer lassen mich nicht kalt, solange es mir nur möglich ist, werde ich mich für unsere Rechte, Anerkennung und Durchsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einsetzen!

    Gisela Breuhaus

    29. Juli 2014 at 13:20

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