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Felix Brunner überquert die Alpen: „Wahnsinnige Genugtuung“

Der Rollstuhlfahrer hat mit seinem achtköpfigen Team 12.000 Höhenmeter und mehr als 480 Kilometer gepackt.

Felix Brunner mit seinem Handbike (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Felix Brunner mit seinem Handbike (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Vom Bergsport in den Rolli und zurück: Seit einem Kletterunfall vor vier Jahren sitzt Felix Brunner im Rollstuhl, seinen sportlichen Ehrgeiz hat er dennoch nicht verloren (ROLLINGPLANET berichtete: Felix Brunner: „Der Horizont ist nicht das Ende“).

Soeben hat der Allgäuer, der seit seinem Unglück als Motivationsredner arbeitet, mit einem speziellen Handbike die Alpen überquert. „Es ist eine wahnsinnige Genugtuung für mich zu zeigen, was auch als Sportler im Rollstuhl möglich ist, in der Form hat es das im Behindertensport noch nie gegeben“, sagte der 24-Jährige am Montag bei einer Pressekonferenz im Münchner Szene-Café Zoozie’z.

Zehn Tage, achtköpfiges Team

Für die Alpenüberquerung hat Brunner seinen Rollstuhl gegen ein geländetaugliches Handfahrrad getauscht, das in den USA entwickelt wurde. Zehn Tage dauerte die Tour, bei der Brunner und sein achtköpfiges Team 12.000 Höhenmeter und mehr als 480 Kilometer bis zum Gardasee zurücklegten.

Ein Jahr lang hat sich der Allgäuer im Kraftraum intensiv vorbereitet. Die Route über die Alpen führte über zahlreiche Pässe, der höchste ist 2604 Meter hoch. „Es waren auch einige Situationen dabei, wo das Team mich unterstützen musste, damit ich nicht abrutsche“, sagte Brunner.

Von der Transfusion zur Transalp

2009 stürzte der junge Bergwachtler aus Hopferau bei einem Kletterunfall 30 Meter tief in eine Schlucht. Dabei wurde er so schwer verletzt, dass er acht Monate im künstlichen Koma lag und fast 14 Monate auf der Intensivstation verbrachte.

Weil Brunner sehr viel Blut verloren hatte, kooperiert er seitdem mit dem Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes. Die Aktion bekam daher auch den Namen „Von der Transfusion zur Transalp“.

(dpa)

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1 Kommentar

  • Claudia Pfeffer

    respekt

    20. August 2013 at 08:12

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