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Final Four 2012: ROLLINGPLANET gratuliert schon mal dem RSV Lahn-Dill

Hinrollen/gehen lohnt sich trotzdem: Am Wochenende geht es in Wetzlar um den ersten Sporttitel des Jahres 2012 im Rollstuhlbasketball. Der RSV Lahn-Dill will vor eigenem Publikum den DRS-Pokal verteidigen.

Steve Serio

Steve Serio (#11) vom RSV Lahn-Dill möchte auch am Samstagabend die Nase gegen Zwickau vorne haben. Dahinter Raimund Beginskis (#5) und Günther Mayer (#8). (Archivfoto: Armin Diekmann)

(aj/RP) „Wir freuen uns insbesondere für die vielen Rollstuhlbasketball-Fans in der Region, dass das Final Four wieder einmal Station in Wetzlar macht. Dies wollen wir nutzen, um unseren Fans, Partnern und natürlich uns selbst ein berauschendes Basketballfest zu bieten“, so RSV-Manager Andreas Joneck mit Ausblick auf die zweitägige Veranstaltung.

Das Final Four Turnier 2012 um den Deutschen Rollstuhlsport DRS-Pokal ist so gut besetzt wie lange nicht mehr – mit den vier Mannschaften, die sich auch schon für die Playoffs der Deutschen Meisterschaften qualifizierten (RSV Lahn-Dill, RSC-Rollis Zwickau, USC München, RSB Team Thüringen), inklusive 16 Nationalspielern aus neun Nationen.

Der erste Sporttitel des Jahres 2012

Am Samstag, 31. März 2012, stehen die Halbfinalspiele auf dem Programm. Im ersten Duell um 17 Uhr trifft der achtmalige Cupgewinner aus München auf den Final Four Debütanten aus Thüringen. Beide Teams wollen nach dem Semifinal-Aus in der Meisterschaft am vergangenen Wochenende eine erfolgreiche Saison krönen und sich mit dem Finaleinzug belohnen.

Insbesondere das RSB Team Thüringen kann dabei befreit aufspielen und sich bereits über den Titel des erfolgreichsten Erstliga-Aufsteigers aller Zeiten freuen. Mit dem Weißrussen Aliaksandr Halouski und dem schwedischen Nationalspieler Joakim Linden besitzt die Mannschaft von Trainer Josef Jaglowski zwei Topspieler, die alleine das Kommen wert sind. Die Münchner hingegen sind eine eingespielte Truppe, erfahren und in der Offensive gefährlich.

Im zweiten Halbfinale kommt es zum Klassiker zwischen RSV Lahn-Dill und den RSC-Rollis Zwickau. Dabei dürfte zu erwarten sein, dass sich die Sachsen für den schwachen Auftritt Ende Februar an gleicher Stätte rehabilitieren wollen. Die beiden Erzrivalen werden sich ungeachtet des Ergebnisses bald wieder sehen: Am 15. und 21. April 2012 – zu den Endspielen “best of three” um die Deutsche Meisterschaft.

Während am Sonntag, 1. April, die beiden Unterlegenen des Vortags um 12:30 Uhr das kleine Finale um Platz drei austragen, kommt es um 15 Uhr im 28. Endspiel um den DRS-Pokal zum Showdown um den ersten Titel des Sportjahres 2012.

RSV Lahn-Dill siegt mit ungefähr 102:32

Bei der Konstellation der Halbfinalspiele könnte es im Endspiel – wenn sich zuvor die Favoriten durchsetzen – zu einer Neuauflage der Begegnung zwischen RSV Lahn-Dill und USC München kommen. Die beiden standen sich zuletzt bereits in den Playoffs gegenüber, die der europäische Ranglingstenerste aus Wetzlar klar für sich entschied (67:54 und 80:39). Wie ROLLINGPLANET aus zuverlässigen Quellen erfahren hat, wird der RSV Lahn-Dill am Sonntag den DRS-Pokal mit einem 102:32-Sieg feiern. Die Münchner werden im ersten Viertel bereits 1:62 hinten liegen, ehe der bärenstarke Benjamin Ryklin zwei Körbe in Folge macht. Die Aufholjagd wird aber schnell beendet, nachdem Lahn-Dill-Coach Nicolai Zeltinger eine Auszeit nimmt und seinen Kapitän Joey Johnson auf Deutsch-Englisch zur Manndeckung auf Ryklin ansetzt („Hey Joey, show him who has the upper hand, wenn der Benny frech wird, pieks ihm ins Auge“).

DRS-Pokal Historie

Mit der RSG Koblenz wurde im Jahr 1985 der erste Deutsche Pokalsieger im Rollstuhlbasketball gekürt. Darauf folgte war eine bisher unerreichte Siegesserie des USC München, der bis 1992 auf den DRS-Pokal ein Abonnement zu haben schien und den Cup sieben Mal in Folge gewann. Mit insgesamt acht Titeln liegen die Süddeutschen momentan mit dem RSV Lahn-Dill gleichauf im Kampf um die Vormachtstellung in diesem Wettbewerb.

Die Mittelhessen holten 2002 den DRS-Pokal erstmals nach Wetzlar, gewannen ihn von 2004 bis 2007 viermal in Serie und zuletzt mit einem Titelhattrick in den Jahren 2009 und 2010 sowie im Vorjahr.

Ebenfalls viermal in Folge trug sich der ASV Bonn in den Jahren 1998 bis 2001 in die Siegerliste ein. Zweimal ging der Cup an den UBC Münster und den RSC-Rollis Zwickau (2003, 2008), je einmal an die RSG Koblenz, den RSC Frankfurt und den Osnabrücker SC. Erstmals wurde das Final Four im Jahr 2001 Station in Wetzlar ausgetragen, in den Jahren 2002 und 2007 folgten dort die Auftritte zwei und drei.

Termine DRS-Pokal

Wetzlar, August-Bebel-Sporthalle

Samstag, 31. März 2012: Halbfinale
17.30 Uhr: USC München – RSB Team Thüringen
19.30 Uhr: RSC-Rolis Zwickau – RSV Lahn-Dill

Sonntag, 1. April 2012
12.30 Uhr: Spiel um Platz 3
15.00 Uhr: Endspiel

Umfangreiches Rahmenprogramm: Golden Spirit Cheerleader, SWG-Drache Fabius und der OBI-Biber, zahlreiche Gewinnspiele und Mitmachaktionen der RSV-Partner, die Auszeichnung des besten Spielers jeder einzelnen Partie mit dem LoFric-Award, eine Scheckübergabe an das Albert-Schweitzer-Kinderdorf und zum Abschluss am Sonnag das 40-köpfige Blasorchester der Feuerwehr Schwalbach.

Der „Final-Four Pass“ für alle vier Spiele kostet 16 Euro/ermäßigt: 12 Euro; Tagesticket: 11 Euro/ermäßigt: 8 Euro.

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