Förderstopp für Integrationsfirmen aufgehoben

CDU/CSU-Behindertenbeauftragter Schummer: „Alle Bundesländer können jetzt in neue Arbeitsplätze für Schwerbehinderte investieren.“

Uwe Schummer (Pressefoto)

Uwe Schummer (Pressefoto)

Nordrhein-Westfalen hat den Förderstopp für Integrationsfirmen aufgehoben. Dank des 150-Millionen-Förderprogramms der Bundesregierung könnten nun alle anderen Bundesländer nachziehen und in neue Arbeitsplätze für Schwerbehinderte investieren, so der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Uwe Schummer. Der Politiker weiter:

„Im vergangenen Jahr haben viele Bundesländer einen Förderstopp für Integrationsfirmen ausgerufen. Daraufhin hat die unionsgeführte Bundesregierung ein neues Förderprogramm für diese Betriebe auf den Weg gebracht. Insgesamt wird der Bund 150 Millionen Euro zusätzlich in die Ausgleichsabgabe zum Ausbau und zur Finanzierung von Integrationsfirmen geben. Somit stehen in Nordrhein-Westfalen dem zuständigen Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) jetzt 15 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesem frischen Geld können NRW und alle anderen Länder neue verlässliche Brücken in den ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit Beeinträchtigungen bauen und neue Stellen in Integrationsbetrieben fördern.“

Integrationsfirmen sind Betriebe am ersten Arbeitsmarkt, in denen 25 bis 50 Prozent schwerbehinderte Menschen arbeiten. Sie werden gefördert aus Mitteln der Ausgleichsabgabe. Diese Abgabe wird von Betrieben mit über 20 Mitarbeitern gezahlt, die nicht die gesetzlich vorgeschriebene Fünf-Prozent-Quote an schwerbehinderten Mitarbeitern beschäftigen.

(RP/PM)

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1 Kommentar

  • PeterS

    Gut, weil die Betriebe das Geld brauchen.

    „Schlecht“, weil das Geld ja auch nur wieder aus der Ausgleichsabgabe kommt (aus den Bundesmitteln der Ausgleichsabgabe).

    Wenn man diese Betriebe nachhaltig stärken will und ein ernsthaftes Zeichen gegenüber der restlichen Wirtschaft setzen will („Sehr her, Menschen mit und ohne Behinderungen können auf dem allg. Arbeitsmarkt zusammenarbeiten“), dann muss man an die richtigen Fleischtöpfe ran: an die Steuermittel.

    14. Juni 2016 at 16:40

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