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Frankfurter Buchmesse 2013: 11 Tipps für Besucher mit Behinderung

Servicenummern, Behindertentoiletten, Behindertenparkplätze – alle wichtigen Infos zur weltweit größten Fachausstellung vom 9.-13.10.

Frankfurter Buchmesse (Foto: Frankfurter Buchmesse/Peter Hirth)

Frankfurter Buchmesse (Foto: Frankfurter Buchmesse/Peter Hirth)

Am Mittwoch ist es wieder so weit: Die weltweit größte Fachausstellung öffnet. Vom 9. bis 13. Oktober findet die Frankfurter Buchmesse statt. Mehr als 7.000 internationale Aussteller präsentieren und diskutieren Bücher, Autoren und Literaturtrends, der Menschenandrang wird wieder groß sein (2012 kamen 281.753 Buchstabeninteressierte).

Von Mittwoch bis Freitag ist die Veranstaltung Fachbesuchern vorbehalten. Am Wochenende darf das allgemeine Publikum rein. Dieses Jahr ist Brasilien Gastland (zum zweiten Mal nach 1994), das Motto heißt: „Ein Land voller Stimmen.“

ROLLINGPLANET nennt die wichtigsten Informationen für Besucher mit Behinderung.

1. Für alle Fälle: Hotline und E-Mail

Die Info-Hotline für Menschen mit Behinderung ist unter der Telefonnummer 069/7575-6999 zu erreichen.
Wer sich vorab erkundigen will, kann das per Mail machen: [email protected] (für blinde Menschen/Braillezeile: handicap at messefrankfurt dot com)

Medizinische Betreuung erhalten Sie bei folgenden Sanitätsstationen:
Festhalle, Tel. 069/75 75-6501
Halle 4.C, Tel. 069/7575-6500
Halle 8.0, Tel. 069/7575-6502

Webseite: www.buchmesse.de

2. Öffnungszeiten

Fachbesuchertage:
Mittwoch, 9.10.2013, bis Freitag, 11.10.2013: 9–18:30 Uhr

Privatbesuchertage:
Samstag, 12.10.2013: 9–18:30 Uhr
Sonntag, 13.10.2013: 9–17:30 Uhr

3. Anreise

Informationen zur Anreise finden Sie unter folgenden Links:
mit dem Auto
mit Bahn und öffentlichen Verkehrsmitteln
mit dem Flugzeug

Besonderheiten:
Vom Flughafen Frankfurt erreichen Sie das Messegelände mit dem Taxi zum „Eingang City“, „Eingang Galleria“ oder zum „Eingang Portalhaus“. Eine Taxieinfahrt auf das Messegelände ist über „Tor Nord“ möglich, wenn ein Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen „aG“ vorliegt.

Messegäste mit temporärer Einschränkung oder ohne einen deutschen Schwerbehindertenausweis rufen im Vorfeld die Hotline (siehe oben) an.

4. Behindertenparkplätze

Anreisende mit einem Parkausweis für Behinderte oder einem Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“ fahren zum „Tor Nord“. Dort weist Ihnen das Servicepersonal einen entsprechenden Parkplatz zu.

Gehbeeinträchtige Besucher ohne Schwerbehindertenausweis oder ohne Merkzeichen „aG“, die eine Sondergenehmigung fürs Parken erhalten wollen, rufen die Info-Hotline (siehe oben) an.

5. Übernachtung

Eine Liste barrierefreier Hotels lässt sich hier herunterladen (PDF): Frankfurt Tourismus

6. Eintrittskosten

Rollstuhlfahrer sowie Personen, die eine Begleitperson benötigen (Merkmal B im Behindertenausweis), können mit ihrer Begleitung an alle Messetagen ab 9 Uhr kostenlos auf das Messegelände.

Behinderte Personen ohne das „Merkzeichen B“ im Behindertenausweis und mit einem Behinderungsgrad von mindestens GdB 80 erhalten an den Fachbesuchertagen eine ermäßigte Tageskarte für 26 Euro, Dauerkarten für 68 Euro und an den Besuchertagen eine Tageskarte ermäßigt für 11 Euro.

Behinderte Personen mit einem Behinderungsgrad unter GdB 80 bezahlen die normalen Eintrittspreise.

7. Wie sportlich muss ich sein?

Sehr. Was für jede Messe gilt, gilt für die Frankfurter Buchmesse erst recht: Besucher müssen Kondition mitbringen. Das gesamte Gelände ist für Rollstuhlfahrer und auch für sinnesbehinderte Menschen gut geeignet (Aufzüge, Symbole, akustische Einrichtungen, Rampen, WCs und Behindertenparkplätze) – aber der Andrang, die Entfernungen und die Wahrscheinlichkeit, sich wegen der labyrinthischen Abzweigungen zum Cora Verlag statt zum Suhrkamp Verlag zu verirren, sind beträchtlich.

Faszination Lesen (Foto: Frankfurt Book Fair)

Faszination Lesen (Foto: Frankfurt Book Fair)

Da ist Durchkommen schwer – nicht nur für Rollstuhlfahrer (Foto: Frankfurter Buchmesse/Peter Hirth)

Da ist Durchkommen schwer – nicht nur für Rollstuhlfahrer (Foto: Frankfurter Buchmesse/Peter Hirth)

8. Behindertentoiletten

Ohne Schlüssel geht nichts: Die behindertengerechten Sanitäreinrichtungen sind auf dem gesamten Messegelände mit der „EURO-WC-Schließung“ ausgestattet. Wer keinen EURO-WC-Schlüssel besitzt, wendet sich an das Hallenpersonal.

Berechtigte Personen können einen EURO-Toilettenschlüssel (18 Euro) auf der Frankfurter Buchmesse im Business Center (Torhaus, Ebene 3, Tel. 069/7575-1391) kaufen.

Ausgegeben wird der Schlüssel bei Vorlage eines Schwerbehindertenausweises mit den Merkzeichen:
p aG (außergewöhnlich Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer),
p G (Gehbehinderte) mit 70 % aufwärts,
p B (Schwerbehinderte, die eine Begleitpersonen brauchen),
p H (Schwerbehinderte, die hilfsbedürftig sind),
p BL (Blinde Menschen),
p 90 oder 100 %.
Außerdem erhalten den Schlüssel an Multipler Sklerose, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa Erkrankte bei Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung.

Lageplan mit Behindertentoiletten (PDF)

9. Plätze bei einzelnen Veranstaltungen

Die meisten öffentlichen Veranstaltungen in der Festhalle sind Gastveranstaltungen, Eintritt und Behindertenplätze liegen bei dem jeweiligen Veranstalter.

Bei nichtbestuhlten Events befindet sich ein begrenztes Platzkontingent für Rollstuhlfahrer auf einer reservierten Behindertentribüne im Innenraum der Festhalle. Der Erste und Zweite Rang sind jedoch nicht behindertengerecht. Es ist kein Aufzug vorhanden.

Tickets für die Behindertentribüne erhalten Sie unter: Tel. 069/1340400.

10. Leih-Rollstühle und –Scooter

Der Verleih von Rollstühlen und Scootern erfolgt gegen eine Kaution von 50 Euro und Vorlage eines Personalausweises. Sowohl Rollstühle als auch Scooter müssen in den Sanitätsstationen (Halle 4.C und 8.0) abgeholt werden.
Telefonische Voranmeldung/Reservierung ist empfohlen:
Halle 4.C, Tel. 069/7575-6500
Halle 8.0, Tel. 069/7575-6502

11. Für alle, die auch etwas von der Stadt sehen wollen

Die Stadt Frankfurt gibt einen Stadtführer für Menschen mit Behinderung heraus. Diesen erhalten Sie zum Download oder als Printversion unter www.frankfurt-handicap.de

(RP/PM)

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