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Für Inklusion in Bayern muss noch viel getan werden

Regierungsbezirke wollen Treiber und Ideengeber sein: „Wir sind erst am Ende des ersten Drittels des Marathons.“

Der Bayerische Bezirketag mit Präsident Josef Mederer (M.) sieht noch großen Handlungsbedarf. (Archivfoto: Bezirk Oberbayern)

Der Bayerische Bezirketag mit Präsident Josef Mederer (M.) sieht noch großen Handlungsbedarf. (Archivfoto: Bezirk Oberbayern)

Die bayerischen Regierungsbezirke haben in Sachen Inklusion noch viel Arbeit vor sich. Davon ist Bezirketags-Präsident Josef Mederer überzeugt. „Es ist schon wirklich was passiert. Aber Inklusion ist ein Marathon, und wir sind erst am Ende des ersten Drittels“, sagte Mederer der Deutschen Presse-Agentur im Rahmen der Bezirketags-Vollversammlung am Donnerstag und Freitag in Würzburg.

Die Bezirke sind in Bayern dafür zuständig, dass Menschen mit Behinderungen Hilfe bekommen. Sie stellen das Geld dafür zu Verfügung, organisieren mit und begleiteten zudem viele Angebote örtlicher Träger auch fachlich.

Viele Mosaiksteinchen

„Von der Fürsorge hin zur Teilhabe – das ist der Weg. Und den wollen
wir massiv und konsequent fortsetzen“, sagte Mederer weiter. Dass Ratgeber und Infobroschüren der Bezirke in leichter Sprache verfasst werden sei mittlerweile ebenso selbstverständlich wie Internetseiten zum Anhören und Gebärdensprachdolmetscher auf Veranstaltungen. „Das sind viele kleine Mosaiksteinchen.“

Mederer sieht gleichzeitig aber auch noch Mängel, beispielsweise bei den Regelschulen im Freistaat. „Da sehe ich noch gewaltigen Handlungsbedarf.“ Die Standard-Schulen müssten sowohl räumlich und sachlich als auch personell besser ausgestattet werden, um auch Menschen mit Behinderungen einen normalen Schulalltag bieten zu können.

Auch in Sachen Barrierefreiheit – von der Arztpraxis über die Behörden bis hin zu den Universitäten und Bahnhöfen – müsse noch viel getan werden. „Da sehe ich die Bezirke als Treiber und Ideengeber.“

(dpa/lby)

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1 Kommentar

  • Patricia Koller

    Bezirkstagspräsident Mederer und seine Bande sind völlig fehl am Platze. Diese Leute verhindern Inklusion und terrorisieren Leistungsberechtigte, damit sie auf das Persönliche Budget verzichten. Dies geschieht durchaus auch mit völlig rechtswidrigen Methoden (z.B. Entzug der Grundsicherung, Krankenversicherung, etc.) und mittels völlig realitätsferner Kompetenzsimulaten aus der Rechtsabteilung der Bezirke.
    In Bayern werden wehrlose Behinderte um ihre Rechtsansprüche vorsätzlich betrogen!!
    Der Mederer ist also der allerletzte, der von Inklusion faseln sollte, denn er betreibt das Gegenteil!

    12. Juli 2017 at 14:46

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