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Fußball-WM: Erstmals kommt es zum Duell Dicke gegen Behinderte

ROLLINGPLANET prognostiziert eine Neiddebatte der ungewöhnlichen Sorte – wird es genügend Platz für Rollstuhlfahrer und andere geben, wenn 2014 die Weltmeisterschaft in Brasilien stattfindet?

Ronaldo beendete am 14. Februar 2011 seine Karriere (Foto: Asam)

Ronaldo beendete am 14. Februar 2011 seine Karriere (Foto: Asam)

Als der Kicker-Weltverband FIFA und das brasilianische WM-Organisationskomitee im Dezember 2011 bekannt gaben, dass es für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 32.000 Gratistickets für Menschen mit Behinderung gibt – 500 pro Spiel –, war die Vorfreude groß (ROLLINGPLANET berichtete). Der gastgebende Fußball-Verband lässt sich diese Maßnahme rund 10 Millionen Euro kosten. Dafür eingesetzt hatte sich der ehemalige Topstürmer Romario. Der Weltfußballer von 1994 ist mittlerweile Politiker und sitzt seit 2010 für die Sozialisten im brasilianischen Bundesparlament.

Nun wird es neuesten Informationen zufolge einen schwergewichtigen Kampf um die begehrten Freikarten geben: Kiloreiche Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 30 gelten bei den Organisatoren nun als eine Untergruppe von Menschen mit Behinderung und dürfen sich folglich ebenfalls um einen kostenlosen Tribünenplatz bewerben. Damit dürfte wenigstens gesichert sein, dass Romarios einstiger Zimmergenosse in der Nationalmannschaft, sein dortiger Nachfolger und vor kurzem Mitstreiter bei der Aktion „Behinderte sollen rein“ auch zuschauen darf: Ronaldo.

118,4 Kilo brachte der ebenfalls einstige Weltfußballer vor einem halben Jahr auf die Waage, als er sich bei einer brasilianischen TV-Diät-Show anmeldete (siehe Video unten). Inzwischen hat das Pummelchen zwar kräftig abgenommen – aber bei den verlockenden Aussichten ist ja noch ein wenig Zeit, sich wieder etwas anzufuttern.

(RP)

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