Gabriel fordert stärkere Einbindung von Behinderten ins Berufsleben

ROLLINGPLANET findet das gut – aber wird sich in zwei Jahren überhaupt noch jemand an diesen Mann erinnern?

Trafen sich bei der Fachtagung anlässlich des 40-jährigen Bestehens vom Annastift Bildungswerk in Hannover: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und der Inklusionsaktivist Raúl Krauthausen, die beide eine Rede hielten. (Foto: Holger Hollemann/dpa)

Trafen sich bei der Fachtagung anlässlich des 40-jährigen Bestehens vom Annastift Bildungswerk in Hannover: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD, l.) und der Inklusionsaktivist Raúl Krauthausen (r.), die beide eine Rede hielten. (Foto: Holger Hollemann/dpa)

Sie haben guten Willen gezeigt – aber sich beim Bundesteilhabegesetz und Behindertengleichstellungsgesetz nicht gerade mit Ruhm bekleckert: die deutschen Sozialdemokraten. Das hindert ihren Parteivorsitzenden und den Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) nicht daran, mehr unternehmerisches Engagement bei der Einbindung von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt zu fordern. Diese Worte kosten ja auch nichts außer einem guten Willen:

„Wir brauchen einen anderen Umgang mit dem, was wir von Menschen erwarten, damit sie in unserer Gesellschaft arbeiten und leben können“, sagte Gabriel am Donnerstag auf einer Fachtagung des Annastift Berufsbildungswerks in Hannover anlässlich dessen 40-jährigen Bestehens. Im Annastift Berufsbildungswerk werden junge Menschen mit Behinderung in mehr als 30 Berufen ausgebildet. Seit der Gründung im Jahr 1976 konnten 4400 Absolventen ihre Ausbildung abschließen und in das Berufsleben starten.

Wirtschaftsinteressen und Nächstenliebe

Unternehmen, die Menschen mit Behinderungen einstellen, seien wirtschaftlich häufig erfolgreicher als Betriebe ohne vielfältige Belegschaft. Gleichzeitig warnte Gabriel davor, sich nur aus wirtschaftlichen Gründen für die Belange von Menschen mit Beeinträchtigungen zu interessieren.

Allerdings sah der Minister auch die Politik in der Pflicht. „Was jedenfalls auch stimmt, ist, dass wir bei der Frage der Bildung und der Ausbildung in den nächsten Jahren deutlich größere Ressourcen werden einsetzen müssen.“ Nur so könnten die bestehenden Potentiale ausgeschöpft werden.

(RP/mit Materialien von dpa/lni)

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5 Kommentare

  • selbstbestimmung.ch

    Herr Gabriel ist doch immer für ein Spässchen zu haben.

    19. Mai 2016 at 13:51
  • Elisabeth Bohn

    Politiker fordern…. und was wird dann in Wirklichkeit daraus!?

    19. Mai 2016 at 13:52
  • Olaf Reuter

    Sie lügen und betrügen, am Ende ihrer Amtszeit haben sie sich die Taschen vollgestopft. Ein Schelm der dabei Böses denkt.

    19. Mai 2016 at 18:57
  • Jens Nagel

    Es stellt doch eine Frechheit dar, erst im Bundesttag ein Behindertengleichstellungs-
    gesetz ( das eigentlich Behindertenfernhaltungs- und ausgrenzgrenzungsgesetz heissen müßte mit zu verabschieden, das den Namen nicht verdient und sich dann bei dieser Veranstaltung hinzustellen und sich nicht zu schade zu sein mehr Rechte und Teilhabe für Behinderte in einer Sonntagsrede anzumahnen.
    Das ist eine FRECHHEIT und Verhöhnung. Da hätte er lieber schweigen sollen.

    Almosen und Wohltätigkeit ist das Ertränken des Rechts im Mistpfuhl der Gnade .

    leicht abgewandelt , in anlehnung an ?pestalozzi? weiss keiner so genau

    22. Mai 2016 at 15:29
  • Scharik

    Auch adipöse Seifenblasen mit Wendehals, haben die Tendenz zu platzen.

    22. Mai 2016 at 19:04

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