Ganz gefährlich: Blutzuckermessgeräte messen ungenau

Ein Gerät der besseren Sorte.

Überlebenswichtige Hilfsmittel für Diabetiker wie Blutzuckermessgeräte oder Insulinpumpen werden in Europa nur sehr unzuverlässig auf Qualität kontrolliert.

Die Folge: Viele Geräte arbeiten nach Ansicht von Experten zu ungenau. „Die Werte differieren auf verschiedenen Blutzuckermessgeräten um 10 bis 20 Prozent“, kritisierte der Diabetologe Prof. Andreas Pfeiffer (Charité) heute in Berlin.

Für eine Insulin-Behandlung seien die exakten Blutzuckerwerte und auch die genaue Dosierung der Pumpen aber unerlässlich, so Experten im Vorfeld des weltweit größten Diabetes-Kongresses in Berlin (1.-5.10.2012).

Lasche EU-Vorschriften

Die EU-Verordnungen für medizinische Geräte seien zu lasch, und ihre Einhaltung würde zudem kaum kontrolliert. „Bei Autos würde das kein Mensch akzeptieren“, sagte Viktor Jörgen von der Europäischen Gesellschaft für Diabetes-Forschung.

Zu der Tagung werden 18.000 Teilnehmer erwartet. Auf der Agenda stehen auch der Zusammenhang von Insulinbehandlungen und Krebs sowie eine Generation neuer Medikamente, die den Blutzuckerspiegel senken, ohne zur Unterzuckerung zu führen.

(dpa)

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