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Ganz klein, ganz groß – das sind doch mal echte Helden: Heiko, Leon, Luca und Tammo

Gefällt mir, gefällt mir, gefällt mir, gefällt mir. Hans-Dietrich-Genscher-Preis für Lebensretter verliehen: Ex-Außenminister und Mirko Slomka überreichen die Auszeichnungen.

Hans-Dietrich Genscher (von links) mit seinen Gewinnerinnen Alexandra Schnug und Martina Körner sowie Mirko Slomka und Hans-Peter von Kirchbach (Johanniter/Rainer Surrey)

Hans-Dietrich Genscher (von links) mit seinen Gewinnerinnen Alexandra Schnug und Martina Körner sowie Mirko Slomka und Hans-Peter von Kirchbach (Foto: Johanniter/Rainer Surrey)

Prolog

Aus dem brennenden Auto geholt

Drei Frauen aus Südniedersachsen haben den Hans-Dietrich-Genscher-Preis für Lebensretter erhalten, weil sie einen Mann aus einem brennenden Auto gerettet haben. Die mit 2500 Euro dotierte Auszeichnung überreichte unser früherer Langzeit-Außenminister (1974 bis 1992) heute persönlich in Niedersachsen an Martina Körner aus Bockenem, Stephanie Rauls aus Deensen und Alexandra Schnug aus Holzminden.

Die drei Frauen zogen im November vergangenen Jahres einen Bundeswehrsoldaten, der mit einem Kollegen mit dem Auto gegen einen Baum geprallt war, aus dem brennenden Wagen. Für den Fahrer dagegen kam jede Hilfe zu spät, er starb bereits beim Aufprall.

Rettung für Rentner mit Rolli

Tammo Smidt (von links), Heiko Waddenberg, Mirko Slomka, Leon Kaput, Luca Janssen und Hans-Peter von Kirchbach feiern die Johanniter-Juniorenpreisträger aus Jemgum (Foto: Johanniter/Rainer Surrey)

Tammo Smidt (von links), Heiko Waddenberg, Mirko Slomka, Leon Kaput, Luca Janssen und Hans-Peter von Kirchbach feiern die Johanniter-Juniorenpreisträger aus Jemgum (Foto: Johanniter/Rainer Surrey)

Den mit einem Sachpreis dotierten Jugendpreis erhielten vier echte Helden des ROLLINGPLANETen: Die elf Jahre alten Jungen Luca Janssen, Leon Kaput, Tammo Smidt und Heiko Waddenberg aus Jemgum (Ostfriesland/Niedersachsen). Die Kinder retteten im März einen 80-jährigen Rentner, der mit seinem Rollstuhl versehentlich ins Hafenbecken gefahren war.

Die vier Freunde waren am 13. März am Hafenbecken verabredet, um sich die Überführung des Kreuzfahrtschiffs „Norwegian Breakaway“ anzusehen. Dort trafen sie den Senior, der mit seinem elektrischen Rollstuhl unterwegs war, den er erst seit zwei Tagen hatte. Mit der Bedienung des Geräts daher noch nicht so vertraut, fuhr der ältere Herr direkt ins Hafenbecken.

Die Jungs zogen den Rollstuhlfahrer aus dem Wasser, liehen sich ein Handy für den Notruf und Decken für den durchnässten Mann, radelten dem Rettungswagen hinterher, der falsch abgebogen war, und verständigten das Heim, in dem der Mann wohnt. „Die vier haben genau richtig gehandelt“, lobt der Jemgumer Bürgermeister Johann Tempel, der sie für den Junioren-Preis vorgeschlagen hatte.

Die Jury entschied sich einstimmig für die Jemgumer Jungs. „Die Rettungsaktion hat mich begeistert und auch als Vater berührt. Solche Kinder wünscht man sich: selbstsicher, engagiert, clever“, lobte Laudator Mirko Slomka (Fußballtrainer von Hannover 96). „Die kleinen Helden von Jemgum taten etwas, was so mancher Erwachsene nicht geschafft hätte.“ Für Heiko, Tammo, Leon und Luca war die Sache „völlig selbstverständlich“.

ROLLINGPLANET wünscht ihnen, dass sie, wenn sie einmal groß sind, niemals einen um sein Leben kämpfenden Karpfen begegnen werden.

(RP/PM/dpa)

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