Geiger und Polionaut Itzhak Perlman erhält „jüdischen Nobelpreis“

Das Preisgeld in Höhe von einer Million Dollar will er unter anderem für Menschen mit Behinderung spenden.

Itzhak Perlman gilt als einer der bedeutendsten Geiger der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. (Foto: Sara Lemel dpa)

Itzhak Perlman gilt als einer der bedeutendsten Geiger der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. (Foto: Sara Lemel dpa)

Mit vier Jahren erkrankte er an Polio. Die Kinderlähmung hinderte ihn nicht daran, einer der bedeutendsten Geiger der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu werden: Oscar-Preisträgerin Helen Mirren (70) verleiht heute dem in Tel Aviv geborenen Geiger, Dirigenten und Pädagogen Itzhak Perlman (70) den diesjährigen Genesis-Preis. Der „Superstar der klassischen Musik“ sei nicht nur auf jeder Bühne zu Hause und habe mit jedem großen Orchester der Welt gespielt, er sei auch sehr engagiert in der Musikerziehung, hieß es in der Begründung für die Preisverleihung.

Die Auszeichnung, die mit einem Preisgeld von einer Million Dollar (920.000 Euro) verbunden ist, wird auch „jüdischer Nobelpreis“ genannt und wird an Persönlichkeiten vergeben, die durch ihre Leistung andere Menschen inspirieren und sich für das jüdische Volk engagieren. Perlman kündigte an, er wolle das Preisgeld in die Förderung musikalischer Nachwuchstalente sowie in die Behindertenhilfe investieren.

Mit E-Gefährt und Ehefrau Toby unterwegs: Itzhak Perlman (Foto: Ron Saschs/dpa)

Mit E-Gefährt und Ehefrau Toby unterwegs: Itzhak Perlman (Foto: Ron Saschs/dpa)

(RP/dpa)

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1 Kommentar

  • Andrea Bröker

    Ich liebe seine Einspielung der Violonsonaten von Bach! Herr Perlmann spielt übrigens auf zwei ganz tollen Geigen, einer Stradivari und einer Guarneri und das auf allerhöchstem Niveau.

    23. Juni 2016 at 16:30

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