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German Paralympic Media Award: Sonderpreis 2017 geht an Verena Bentele

Berichterstattung über den Behindertensport ausgezeichnet – in der Kategorie Print konnte sich die Jury nicht auf einen Preisträger einigen.

Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Verena Bentele (Archivfoto: bei ihrem Jahresempfang am 11. Mai 2016 in Berlin in der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen/Kay Nietfeld/dpa)

Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Verena Bentele (Archivfoto: bei ihrem Jahresempfang am 11. Mai 2016 in Berlin in der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen/Kay Nietfeld/dpa)

Heute wurde zum 17. Mal der German Paralympic Media Award vergeben. Mit ihm zeichnet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) herausragende Berichterstattung über den Breiten-, Rehabilitations- und Leistungssport von Menschen mit Behinderung aus. Der Sonderpreis geht in diesem Jahr an Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung.

Die Preisträger des Jahres 2017 und die Jury-Begründungen sind:

Kategorie Print: David Hock sowie Niclas Müller und Team

Dieses Jahr gibt es in der Kategorie Print eine Besonderheit: Die Jury konnte sich auch nach langer Beratung nicht auf einen Preisträger einigen. Daher werden diesmal gleich zwei Beiträge ausgezeichnet.

David Hock : Unter dem Titel „200 Meter Perfektion“ portraitiert der Nachwuchsjournalist einen Rollenwechsel der besonderen Art. In seinem journalistisch anspruchsvollen Text beschreibt er, wie die Athletin Edina Müller innerhalb von vier Jahren von der Teamplayerin zur Einzelkämpferin wird, von der Rollstuhlbasketballerin zur Parakanutin.

Niclas Müller und Team: Die Preisträger haben mit dem Sport-Magazin „1890“ eine beeindruckende Publikation erstellt: Der Aussage auf dem Front-Cover „Echter, ehrlicher Sport.“ wurden sie voll und ganz gerecht. Das Heft bietet die Chance, den Breiten- und Amateursport von Menschen mit Behinderung ins Licht der Aufmerksamkeit zu rücken.

Kategorie Foto: Conny Kurth

Unter dem Titel „In der Schwebe“ fängt Conny Kurth einen eindrucksvollen Moment bei den Paralympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro ein. Ein Spieler streckt sich beim Sitzvolleyball voll konzentriert nach dem Ball und spannt sich dabei so an, dass sein Körper für einen Augenblick über dem Feld schwebt.

Kategorie Hörfunk: Maria Fremmer und Heike Mund

Für die WDR 5 Sendung „Neugier Genügt“ erzählen Maria Fremmer und Heike Mund die Geschichte der Ausnahmesportlerin Silke Pan. Ihr Lebensmotto lautet: „Aufgeben ist keine Alternative“. Die beiden Autorinnen lassen mit ihrer Reportage unmittelbar an der Freiheit teilhaben, die die Sportlerin auf ihren Trainingsausflügen erlebt.

Kategorie TV/Film: Peter Leissl, Mathias Berg, Yorck Polus und Susanne Simon

Moderator Yorck Polus und ZDF-Paralympics-Experte Matthias Berg im ZDF-Studio im Rahmen der Sommer-Paralympics 2016 in Rio de Janeiro. (Foto: ZDF/Kay Nietfeld)

Moderator Yorck Polus und ZDF-Paralympics-Experte Matthias Berg im ZDF-Studio im Rahmen der Sommer-Paralympics 2016 in Rio de Janeiro. (Foto: ZDF/Kay Nietfeld)

Das Team vom ZDF nimmt mit seiner Reportage und dem anschließenden Experteninterview mit dem ehemaligen Behindertensportler Matthias Berg einen vieldiskutierten Fall auf: Die unheilbar erkrankte belgische Leichtathletin Marieke Vervoort möchte selbstbestimmt über ihr Leben und Sterben entscheiden.

Kategorie Online/Social Media: Andre Hofmann, Niklas Klütsch, Thomas Stephany und Marcel Wienands

Sympathisch, authentisch, locker – so berichten die zwei Studenten Niklas Klütsch und der sehbehinderte Marcel Wienands von der Kölner Sporthochschule als inklusives Reporterduo von den Paralympics in Rio. Ihre Veröffentlichungen erreichen über verschiedene Kanäle insgesamt 2,4 Millionen Menschen.

Sonderpreis 2017: Verena Bentele

Der Sonderpreis 2017 geht an Verena Bentele. Die Ehrung gilt Benteles herausragenden sportlichen Leistungen ebenso wie ihrem medialen, sozialen sowie politischen Engagement für Inklusion und Behindertensport.

Ausgewählt wurden die Preisträgerinnen und Preisträger durch eine Jury unter dem Vorsitz von Gerd Schönfelder, dem erfolgreichsten deutschen paralympischen Alpinsportler. „Die Jury hatte die Qual der Wahl und das ist eine wirklich gute Nachricht. Wir haben eine Vielzahl sehr guter Beiträge bekommen. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Inklusion im Sport und in der medialen Wahrnehmung voranschreitet“, sagt der Hauptgeschäftsführer der DGUV, Dr. Joachim Breuer.

(PM/RP)

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