Geteilte Reaktionen auf Inklusionspläne in Thüringen

Ab 2018 sollen lernbehinderte Kinder, Schüler mit Sprachstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten an allgemeinbildenden Schulen unterrichtet werden.

Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke) (Foto: dpa)

Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke) (Foto: dpa)

Die Inklusionspläne von Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke) für ein neues Schulgesetz sind auf ein geteiltes Echo gestoßen. Der Thüringer Lehrerverband begrüßte am Donnerstag den angekündigten Dialog über das Gesetzesvorhaben. „Das Grundproblem, dass erst die Rahmenbedingungen stimmen müssen, besteht natürlich nach wie vor“, sagte Landesvorsitzender Rolf Busch.

Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Astrid Rothe-Beinlich, bezweifelte, dass die von Klaubert gewünschten 170 zusätzlichen Stellen für Sonderpädagogik für das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Handicap ausreichten. Ähnlich hatte sich zuvor bereits die Bildungsgewerkschaft GEW geäußert.

Auch die AfD-Fraktion bezweifelte, dass eine flächendeckende Inklusion mit nur 170 neuen Stellen klappen kann. Die Linke-Fraktion sprach hingegen von einem guten Entwurf für die Inklusion. Laut der jetzt zur Diskussion gestellten Vorschläge sollen ab 2018 lernbehinderte Kinder, Schüler mit Sprachstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten an allgemeinbildenden Schulen unterrichtet werden. In den Jahren 2018 und 2019 sind dafür nach Angaben von Klaubert 170 zusätzliche Stellen für Lehrer, Sonderpädagogen und Fachkräfte notwendig.

(dpa/th)

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