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GEW fordert Integration behinderter Kinder als Staatsziel

Inklusion: Neue Vorsitzende Tepe kritisiert Etikettenschwindel.

GEW-Vorsitzende Marlis Tepe (Foto: GEW/Kay Herschelmann)

GEW-Vorsitzende Marlis Tepe (Foto: GEW/Kay Herschelmann)

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) will die Entwicklung eines inklusiven Schulsystems mit der Integration behinderter Kinder als Staatsziel in allen Schulgesetzen verankern.

Ein inklusives Schulsystem lasse sich aber nur erreichen, wenn die Länder mehr Geld investierten. „Denn eins geht nicht: die Umsetzung der Inklusion einfach bei den Lehrerinnen und Lehrern abzuladen“, sagte die neue GEW-Vorsitzende Marlis Tepe laut Mitteilung am Sonntag zum Abschluss des GEW-Gewerkschaftstages in Düsseldorf.

Die GEW bekannte sich zu einem inklusiven Bildungswesen von der Kita über die Schulen und Hochschulen bis zur Weiterbildung (ROLLINGPLANET berichtete: Neue GEW-Chefin: „Inklusive Bildung lautet das Gebot der Stunde“).

„Inklusion ist mehr“

Bisher werde die Inklusion in vielen Bundesländern nur sehr schleppend umgesetzt, kritisierte Tepe. „Zudem betreiben viele Länder Etikettenschwindel: Sie bringen an den Schulen lediglich das Schild ,Inklusion‘ an – ansonsten bleibt alles beim Alten.“

GEW-Sprecher Ulf Rödde erläuterte, unter Inklusion dürfe man nicht nur das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht behinderten Schülern verstehen, sondern das Miteinander aller Kinder und Jugendlichen, einschließlich solcher aus sozial benachteiligten Familien oder Migrantenfamilien. „Inklusion ist mehr“, betonte Rödde.

(dpa)

Inklusion in Schulen
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