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Goetheturm barrierefrei wieder aufbauen? Sicher ist das nicht

Die Stadt Frankfurt diskutiert nach dem Brand, wie das Wahrzeichen rekonstruiert werden soll.

Vermutlich war es Brandstiftung: Frankfurt hat mit dem Goetheturm eines seiner Wahrzeichen verloren. Der Holzturm soll wieder aufgebaut werden. (Foto: dpa)

Vermutlich war es Brandstiftung: Frankfurt hat mit dem Goetheturm eines seiner Wahrzeichen verloren. Der Holzturm soll wieder aufgebaut werden. (Foto: dpa)

Nach dem Brand des Frankfurter Goetheturms diskutiert die Stadt verschiedene Möglichkeiten eines Wiederaufbaus. Es sei nicht ausgeschlossen, dass der Turm originalgetreu wieder aufgebaut werde, sagte gestern ein Sprecher der Frankfurter Bauaufsicht. Es gebe für einen solchen Holzturm mit Aussichtsplattform, aber keine eindeutige baurechtliche Regelung. Diskutiert werde in den kommenden Tagen auch darüber, ob es einen barrierefreien Zugang in Form eines Aufzuges geben soll. „Letztendlich ist das aber eine politische Entscheidung“, sagte der Sprecher.

Das Hochbauamt Frankfurt kündigte an, sich mit der Bauaufsicht abstimmen zu wollen. „Denkbar ist auch ein Wettbewerb unter Architekten um den besten Bebauungsplan“, sagte eine Sprecherin.

Liebesschwüre und Heiratsanträge

Bei der Polizei sind unterdessen zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, die derzeit noch bearbeitet werden. Die Arbeit der Brandermittler vor Ort ist abgeschlossen, die Arbeit im Labor läuft. Bislang vermutet die Polizei Brandstiftung. Es sei noch unklar, ob Brandbeschleuniger im Einsatz war oder nicht.

Ein Feuer hatte in der Nacht zum vergangenen Donnerstag das über 80 Jahre alte Wahrzeichen zerstört. Die Frankfurter reagierten entsetzt, so auch die Stadtverordnete Birgit Ross (Grüne): „Der Goetheturm steht für so viel: Hier wurde gespielt, gegessen, geküsst, geweint, es gab Liebesschwüre, Heiratsanträge – für all das stand der Goetheturm. Und jetzt ist er weg“, sagte sie vergangene Woche bei der Besichtigung der Brandstelle.

(RP/mit Materialien von dpa/lhe)

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