Großartige Aktion der Paralympics-Tischtennisspieler für arme Menschen in Brasilien

Team will Cariocas etwas zurückgeben: Trainer und Athleten spenden Mannschaftskasse und Teil ihrer Medaillenprämie
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Bundestrainer Volker Ziegler im Kinderheim „Casa de Esperanҫa“   (Foto: Rio bewegt.Uns)

Bundestrainer Volker Ziegler im Kinderheim „Casa de Esperanҫa“ (Foto: Rio bewegt.Uns)

Rio de Janeiro stand im September ganz im Zeichen der paralympischen Wettkämpfe (siehe auch unser großes ROLLINGPLANET-Special), welche die Einwohner Rios, die sogenannten Cariocas, mit ihrer Begeisterung zu etwas ganz Besonderem machten. Doch die Para-Tischtennis-Nationalmannschaft sah auch eine andere Seite der Stadt, die vor allem für ihre tollen Strände berühmt ist: Teile des Teams besuchten zwei Projekte des Bündnisses „Rio bewegt. Uns“ und tauchten in die Lebenswirklichkeit einiger Cariocas ein.

Thomas Brüchle, Juliane Wolf, Sandra Mikolaschek, Lena Kramm und Bundestrainer Volker Ziegler besuchten gemeinsam mit Paralympics-Pfarrer Christian Bode das Projekt „Straßenkinderbus“, eine Anlaufstelle für obdachlose Kinder. Der Bus ist in unterschiedlichen Vierteln Rios unterwegs und bietet den Minderjährigen, die aus unterschiedlichen Gründen von zu Hause abgehauen sind, Ansprechpartner, Betreuung und die Möglichkeit, sich offiziell registrieren zu lassen und einen Personalausweis zu bekommen. Die Tischtennisspieler stellten sich bei ihrem Besuch vielen Tischtennis-Duellen mit den Kindern aus dem Projekt und lernten dafür im Anschluss, zu Funk-Musik zu tanzen und die Grundschritte der brasilianischen Volkssportart Capoeira. Neben einigen Trikots beschloss die Para-Tischtennis-Nationalmannschaft den Rest der Mannschaftskasse zu spenden, um dem Projekt den Kauf eines neuen Tischtennis-Tisches zu ermöglichen.

Valentin Baus (im roten Germany-Shirt) & Co. beim Gruppenfoto im Kinderheim. (Foto: Rio bewegt.Uns)

Valentin Baus (im roten Germany-Shirt) & Co. beim Gruppenfoto im Kinderheim. (Foto: Rio bewegt.Uns)

Stolz präsentieren die Kinder ihre Hundewelpen Thomas Schmidberger, der bei den Paralympics zwei Mal Silber holte.  (Foto: Rio bewegt.Uns)

Stolz präsentieren die Kinder ihre Hundewelpen Thomas Schmidberger, der bei den Paralympics zwei Mal Silber holte. (Foto: Rio bewegt.Uns)

Schmidberger zeigt seine Medaillen. (Foto: Rio bewegt.Uns)

Schmidberger zeigt seine Medaillen. (Foto: Rio bewegt.Uns)

Ein Dankeschön

Auch der Besuch des Kinderheims „Casa de Esperanҫa“ ging Valentin Baus, Thomas Schmidberger, Juliane Wolf, Sandra Mikolaschek, Lena Kramm, Co-Trainer Andreas Escher und Volker Ziegler nahe. Sie besichtigten das Heim, welches von der Organisation AVICRES ins Leben gerufen wurde und spielten mit den Kindern. Eine große Attraktion waren die jungen Hundewelpen des Heims. Der Besuch motivierte die beiden Medaillengewinner Baus und Schmidberger spontan, neben Trikots auch einen Teil ihrer Prämie für das Projekt zu spenden. Bundestrainer Volker Ziegler schloss sich dieser Aktion gerne an und wird ebenfalls zehn Prozent seiner Prämie an die „Casa de Esperanҫa“ geben.

Der„Straßenkinderbus“...  (Foto: Rio bewegt.Uns)

Der„Straßenkinderbus“… (Foto: Rio bewegt.Uns)

...ist eine Anlaufstelle für obdachlose Kinder. (Foto: Rio bewegt.Uns)

…ist eine Anlaufstelle für obdachlose Kinder. (Foto: Rio bewegt.Uns)

„Wir möchten gerne, dass im Gastgeberland auch nachhaltig etwas von den Paralympischen Spielen zurückbleibt“, erklärt Ziegler. „Diese Paralympics waren die Spiele der Cariocas und wir möchten uns mit dieser Geste ein Stück weit für die wunderbare Gastfreundschaft bedanken und bedauern gleichzeitig, dass wir in unserer ‚All-Inclusive-Welt‘ der Paralympics so wenig vom Alltag der Brasilianer mitbekommen haben.“ Das Geld der Tischtennis-Mannschaft wird vom Bündnis „Rio bewegt. Uns“ an das Projekt weitergegeben.

(RP/PM)

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