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Grübeleien verboten: Mit Achtsamkeit zur Ruhe kommen

ROLLINGPLANET packt den Hammer aus: 5 Tipps, wie Sie lockerer und glücklicher werden.

Dr. Matthias Hammer (Foto: privat)

Dr. Matthias Hammer (Foto: privat)

Matthias Hammer, Psychotherapeut in Stuttgart, empfiehlt in der Zeitschrift „Psychologie Heute“ (Ausgabe Juli 2013) Achtsamkeit statt Grübeleien. Und das sind seine Argumente und Tipps:

1. Nicht immer nur an sich denken

Wer in sich hineinhört, versteht sich oft besser, heißt es. Doch zu viel Selbstaufmerksamkeit kann schädlich sein: Denn zu intensive Innenschau holt unnötig viele Ängste, Zweifel und Grübeleien an die Oberfläche.

2. Freundlich statt skeptisch

Achtsamkeit hilft dabei, sich selbst gegenüber freundlicher zu werden statt sich mit skeptischen Ich-Überlegungen zu beschäftigen.

3. Richtig atmen statt negativ denken

Aber wie funktioniert Achtsamkeit? Dafür reichen schon kurze Übungen im Alltag: zum Beispiel sich drei Minuten nur auf das Ein- und Ausatmen zu konzentrieren oder auf das Gehen (Rollen).

„Das ist in dem Moment alles, was ich tue. Und wenn die Gedanken zu dem Problem, das mich beschäftigt, zurückkehren, dann lenke ich die Aufmerksamkeit wieder zurück zum Atmen“, erklärt Verhaltenstherapeut Hammer.

4. Gelassenheit statt Leistungsdruck

In diesem Moment komme der Mensch zu Ruhe, sagt Hammer, und habe nicht das Gefühl, etwas leisten oder verändern zu müssen. Nach einer Weile helfe Achtsamkeit dabei, Abstand von negativen Gedanken zu bekommen. Außerdem halte man Gefühle leichter aus.

5. Grübeleien machen Dinge schlimmer, als sie sind

Wer sich beispielsweise einsam fühlt, sucht dafür schnell nach Gründen. Man grübelt über verpasste Chancen oder die eigene Persönlichkeit, die man für seine Isolation verantwortlich macht. Wer das tut, richtet negative Aufmerksamkeit auf sich selbst und fühlt sich immer schlechter.

Wer achtsam ist, kann die Einsamkeit dagegen wahrnehmen, ohne sich schlecht zu machen. Das Gefühl wird für den Moment akzeptiert, ohne dass es unterdrückt wird oder eine Gedankenspirale auslöst.

(RP/dpa/tmn)

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