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Grüne wollen Bundesratsinitiative für Assistenzhunde

Krankenkassen sollen nicht nur blinden Menschen, sondern auch Rollstuhlfahrern und Menschen mit Diabetes einen Wauwau finanzieren.

Katharina Fegebank (Foto: Hamburgische Bürgerschaft)

Katharina Fegebank (Foto: Hamburgische Bürgerschaft)

Die Hamburger Grünen fordern von den Krankenkassen, die Ausbildung aller Behinderten-Begleithunde zu bezahlen. Die Kosten für das Training von Blindenführhunden in Höhe von rund 25.000 Euro würden übernommen, aber nicht für sogenannte Assistenzhunde, kritisierte die sozialpolitische Sprecherin der grünen Bürgerschaftsfraktion, Katharina Fegebank.

Diese ungleiche Behandlung müsse abgeschafft werden. In einem Antrag, der am Mittwoch Thema in der Bürgerschaft sein soll, fordern die Grünen den SPD-Senat auf, sich dafür per Bundesratsinitiative einzusetzen.

Assistenzhunde nicht überall anerkannt

Auch für Servicehunde für Rollstuhlfahrer, die Gegenstände auf Zuruf bringen, oder Tiere, die die Unter- und Überzuckerung von Diabetikern erschnüffeln, sollten die Krankenkassen zahlen, erklärte Fegebank. „Wir wollen erreichen, dass die Anschaffung eines Assistenzhundes nicht mehr allein eine Frage des Geldes ist.“

Zusätzlich sollen nach dem Willen der Grünen alle Assistenzhunde ihre Besitzer in Läden, Museen oder Theater begleiten dürfen. Denn im Alltag hätten viele Besitzer Probleme, ihre Begleiter dorthin mitzunehmen, berichtete Fegebank. Auch darum müsse sich der Senat stärker kümmern.

(dpa)

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