""

Hälfte der Amputationen vermeidbar

Wer Diabetes hat, muss auch auf seine Füße achten. Denn die Zuckerkrankheit kann zu offenen Geschwüren führen, schlimmstenfalls muss der Fuß amputiert werden. Doch das passiert viel zu häufig, kritisieren nun Mediziner.

In Deutschland werden jährlich rund 28.000 sogenannte diabetische Füße amputiert. „Weit mehr als die Hälfte davon könnte vermieden werden“, zitiert Stern Online Bernd Drewelow, Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie an der Universität Rostock, vor den Rostocker Antiinfektivatagen am Freitag und Samstag. Der diabetische Fuß wird von Bakterien verursacht, die auch nach kleinen Verletzungen in schlecht durchblutetem Gewebe sehr gute Lebensbedingungen finden.

Da es sich meist um mehrere Bakterienstämme handele, die die offenen Wunden besiedeln, sei es wichtig, die Bakterien zu identifizieren. Konsequenz dieser Diagnose sei dann, dass aus den rund 100 verfügbaren Antibiotika die wenigen gefunden werden, die das betroffene Gewebe auch erreichen können, sagte Drewelow.

Artikel lesen

Foto: Wikipedia/Ralf Roletschek

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

1 Kommentar

  • Almuth Weishaupt

    Auch bei Osteomyelitis wird in Deutschland viel zu schnell amputiert,und das z.T. aus Kostengründen !!!
    Leider mußte auch ich diese Erfahrung machen,ich kann euch Betroffenen nur raten, kämpft,kämpft kämpft bis zum Umfallen und fangt früh genug damit an.
    Ich habe diesen Kampf leider nach 9 Jahren verloren !

    15. Dezember 2011 at 18:13

KOMMENTAR SCHREIBEN