Hamburg finanziert die Rollstuhlbasketball-WM 2018 mit 3 Millionen Euro

Senatsbeschluss: Die Hansestadt unterstützt Top-Sportveranstaltungen mit zusätzlich insgesamt 9,6 Millionen Euro.

Holger Glinicki ist Trainer der BG Baskets Hamburg und der deutschen Rollstuhlbasketballerinnen (Foto: Andreas Joneck)

Holger Glinicki ist Trainer der BG Baskets Hamburg und der deutschen Rollstuhlbasketballerinnen (Foto: Andreas Joneck)

Hamburg stellt für Sportveranstaltungen in den Jahren 2017 und 2018 zusätzlich 9,6 Millionen Euro zur Verfügung. Über einen entsprechenden Beschluss des Senats berichtete das „Hamburger Abendblatt“. Der größte Posten aus dem Sondertopf des Senats entfällt auf die Box-Weltmeisterschaften der Amateure im nächsten Jahr. Für die Veranstaltung in der Sporthalle Hamburg werden 3,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Und dann sind schon wir dran: Mit 3,0 Millionen Euro wird die Rollstuhlbasketball-WM 2018 unterstützt – da kann man als Rollstuhlbasketball-Fan nicht meckern. Zum Vergleich: Die sonst als recht großzügig bekannte bayerische Landeshauptstadt München bezuschusste vor zwei Jahren die hochgelobte E-Hockey-WM der Rollstuhlfahrer mit 230.000 Euro. Erst vor zwei Wochen hatte der Internationale Rollstuhlbasketball-Verband (IWBF) seine Entscheidung zugunsten Hamburg bekannt gegeben. Die Hansestadt hatte sich gegen klangvolle Namen wie Dubai, Tokio und Los Angeles durchgesetzt.

Zurück in den Norden: Für das Major-Turnier 2017 im Beachvolleyball im Tennisstadion am Hamburger Rothenbaum sind 800.000 Euro eingeplant. 600.000 Euro sind vorgesehen für die Spiele bei der Handball-WM der Frauen im Dezember 2017 in der Barclaycard-Arena. Die Veranstalter des ersten Ironman-Triathlons im August des kommenden Jahres dürfen mit einem Zuschuss von 300.000 Euro rechnen. Dieser Betrag wird auch für die Folge-Veranstaltung 2018 freigegeben.

Die Traditionsveranstaltungen wie Hamburg-Marathon, Cyclassics, Triathlon-Weltcup, Tennisturnier am Rothenbaum und die deutschen Derbys im Pferdesport (Galopp, Springen) werden jeweils mit 100.000 Euro gefördert. Diese Events werden allerdings nicht aus dem Zusatz-Fördertopf bezuschusst.

(RP/mit Materialen von dpa/lno)

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