Hamburg plant barrierefreie Sporthallen für jeden Stadtteil

Bis zu 50 Millionen Euro Investitionen: Von „Active City“ sollen auch Menschen mit Behinderung profitieren.

Das Versprechen nehmen wir ihm gerne ab: Hamburgs Innensenator Andy Grote (Foto: Christian Charisius/dpa)

Das Versprechen nehmen wir ihm gerne ab: Hamburgs Innensenator Andy Grote (Foto: Christian Charisius/dpa)

Trotz des Olympia-Aus’ will Hamburg international ins Rampenlicht – als Active City. „Die ganze Stadt ist eine Sportfläche. Sport soll ein Teil des Hamburger Lebensgefühls sein“, sagte Innen- und Sportsenator Andy Grote bei einem Treffen von Unternehmern und Geschäftsleuten am Montagabend. Bei der Veranstaltung „Hamburgs Spitzen“ ging es um die sportlichen Perspektiven der Hansestadt.

Im Masterplan Active City wird auf Grundlagen der gescheiterten Olympia-Bewerbung zurückgegriffen. Rund 30 Projekte sollen in die Dekadenstrategie des Hamburger Sports einfließen. Bis 2024 ist vorgesehen, 40 bis 50 Millionen Euro in das Projekt zu investieren. Barrierefreie Sporthallen in den Stadtbezirken, Bewegungsinseln in Parks, Joggingstrecken und eine Mountainbike-Anlage im Stadtteil Francop gehören dazu. „Wir können Hamburg als Sportstadt auch ohne Olympia entwickeln“, betonte Grote.

Jeder Hamburger Stadtteil soll in der Zukunft eine barrierefreie Sporthalle erhalten, kostenfreie Sportangebote für Flüchtlinge, jedes Jahr soll in der Hansestadt eine internationale Meisterschaft in olympischen oder paralympischen Sportarten ausgetragen werden.

Hamburg will Top-Veranstaltungen

Leitprojekt ist die Actice City. „Sport hat eine immer größere gesellschaftliche Bedeutung. Er hat eine verbindende Kraft in der Gesellschaft. Sport schafft Anschlusspunkte und Verständigung über Trennendes hinweg“, sagte Grote. Active City soll nicht nur ein Slogan sein. Als solche will sich Hamburg international zertifizieren lassen.

Neben dem Ausbau des Breitensports will Hamburg Ausrichter von sportlichen Top-Veranstaltungen sein. „Neben Cyclassics, Triathlon und Marathon wollen wir einen Ironman als regelmäßige Veranstaltung nach Hamburg holen. Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal“, sagte Grote. ROLLINGPLANET empfiehlt ihm außerdem die Rollstuhlbasketball-WM 2018. Der Hamburger Sportbund forderte vor einigen Wochen: „Die Instandhaltung und die gute Bewirtschaftung von Sportanlagen schaffen die Rahmenbedingungen, in denen Vereine aktiv sein können und sich neben dem Sportangebot für viele weitere Dinge engagieren, wie für Flüchtlinge oder Menschen mit Behinderungen.“

(RP/dpa)

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