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Hamburger Initiative „Gute Inklusion“ gestartet – 10.000 Unterschriften nötig

Unterstützer bezeichnet die derzeitige Schulsituation für Menschen mit Behinderung in der Hansestadt als skandalös.

Poster der Volksinitiative „Gute Inklusion".

Poster der Volksinitiative „Gute Inklusion“.

Die Initiative „Gute Inklusion für Hamburgs SchülerInnen“ hat am Montag offiziell damit begonnen, Unterschriften zu sammeln. Zuvor hatten die Initiatoren ihre Volksinitiative im Rathaus angemeldet. Legen sie innerhalb von sechs Monaten mindestens 10.000 Unterschriften vor, muss sich die Hamburgische Bürgerschaft mit dem Anliegen der Initiative befassen.

Im Kern verlangt sie an Hamburgs Schulen mehr pädagogisches Personal für gemeinsame Planung und Doppelbesetzung des Unterrichts sowie für eine inklusive Unterrichts- und Schulentwicklung. Zudem müsse es mehr therapeutisches und pflegerisches Personal geben. Ebenfalls macht sich die Initiative für mehr Therapie- und Pflegeräume an den Schulen sowie für barrierefreie Gebäude und Schulhöfe stark.

„Alle Hamburger Kinder und Jugendlichen sollen im gemeinsamen Lernen ihre individuellen Potentiale bestmöglich entwickeln können, egal, ob es SchülerInnen mit oder ohne Behinderung bzw. sonderpädagogischem Förderbedarf sind“,

erklärte Sylvia Wehde, Vertrauensperson der Initiative.

Nach der Abschaffung „der – zwanzig Jahre gut arbeitenden – Integrationsklassen wurde die Personalzuweisung für SchülerInnen mit einer Behinderung ab 2012 um ein Drittel gekürzt“, so die Initiative.

„Eine solche Kürzung auf Kosten einer bestimmten Schülergruppe hat es in den letzten Jahrzehnten in Hamburg nicht gegeben. Es ist ein Skandal, dass ausgerechnet bei denen gespart wurde, für die die Vereinten Nationen die Konvention für die Rechte der Menschen mit einer Behinderung beschlossen haben. Im Ergebnis treffen diese Kürzungen alle Hamburger SchülerInnen“,

kritisierte Maik Findeisen, ebenfalls Vertrauensperson.

Weitere Infos: http://gute-inklusion.de

(RP/mit Materialien von dpa/lno)

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