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Handcycle-Kids: Auftakt für das Inklusionsprojekt „Rückenwind“

Kind mit Handbike (Foto: Stephan Floss

Die Deutsche Sporthochschule Köln startet eine Initiative für mehr Mobilität von Kindern im Rollstuhl. Dies soll mit Hilfe von engagierten Schulen gelingen.

Die Deutsche Sporthochschule Köln hat ein Inklusionsprojekt gestartet. „Rückenwind“ verfolgt das Ziel, Adaptivbikes für Kinder im Rollstuhl vorzustellen und zu etablieren sowie Schulen für dieses Thema zu gewinnen.

Die Räder werden mit den Armen angetrieben und vor den Rollstuhl gespannt. Man nennt sie neben Adaptivbikes auch Adaptivcycles oder Handcycles. Warum eigentlich nicht Handrad, fragt sich ROLLINGPLANET.

Faszination Radfahren

Dr. Thomas Abel vom Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft leitet das Projekt. Er sagt: „Wir wollen Kindern, die zur Fortbewegung auf einen Rollstuhl angewiesen sind, die Möglichkeit geben, die Faszination des Radfahrens kennen zu lernen“.

Auftakt für dieses Vorhaben war gestern eine Pilotveranstaltung an der Irena Sendler Schule des Landschaftsverbandes Rheinland in Euskirchen. Die Deutsche Sporthochschule organisierte sie gemeinsam mit dem Sportexpertenportal trainingsworld.com, der Gold-Kraemer-Stiftung sowie der Kämpgen-Stiftung. Schwerpunkt waren Aspekte des sicheren Fahrens, wie man sich im Straßenverkehr verhält, sowie eine Präsentation der Sportart Handbiken.

Nur inklusive Schulen dürfen teilnehmen

Weitere Aktionstage dieser Art an Schulen sollen nun folgen. In einem Wettbewerb, der das Thema Bewegung und körperliche Aktivität an Schulen thematisiert, werden Einrichtungen ausgesucht und belohnt. Es dürfen nur Schulen teilnehmen, die Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf unterrichten und von denen mindestens vier einen Rollstuhl im Alltag nutzen. Die Schulen bekommen im Anschluss der Aktionstage vier Adaptivbikes geschenkt.

Begleitet wird das Vorhaben durch eine Studie. Dr. Volker Anneken, Leiter des An-Instituts der Sporthochschule: „Wir möchten in wissenschaftlichen Längsschnittuntersuchungen abbilden, welche Veränderungen sich für die Teilhabe der Kinder durch die gesteigerte Mobilität ergeben.“

In Deutschland sind ungefähr 21.000 Kinder und Jugendliche auf einen Rollstuhl angewiesen.

Zum Themenschwerpunkt Inklusion in Schulen

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