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Hannover 96 wird vom Enke-Trauma eingeholt

Ersatztorhüter Markus Miller leidet an mentaler Erschöpfung und ist in stationärer Behandlung. 96-Präsident Martin Kind lobt den Schritt als „großes Zeichen von Mut“.

Welt online berichtet:

Die leidgeprüften Profis von Hannover 96 wurden von Trainer Mirko Slomka persönlich darüber informiert, dass ein bisheriger Kollege auf unbestimmte Zeit fehlen wird. Einer kurzen Ansprache in der Kabine und Telefonaten mit den auf Reisen befindlichen Nationalspielern wird in den kommenden Tag der Versuch folgen, mit der Erkrankung eines Spielers so normal wie möglich umzugehen.

„Seit meiner Profizeit als Torhüter arbeite ich mit Hochdruck daran, engagiert und immer mit vollem Einsatz meine Leistungen auszubauen, zu optimieren und auf höchstem Niveau zu halten. Seit einiger Zeit habe ich immer seltener das Gefühl, dass ich der Mannschaft wirklich helfe oder etwas Wesentliches bewirke“, ließ sich Miller im Rahmen einer Pressemitteilung zitieren.
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Der Vorfall weckt düstere Erinnerungen: Am 10. November 2009 war der an Depression erkrankte Nationaltorhüter Robert Enke im Alter von 32 Jahren freiwillig aus dem Leben geschieden.

Foto (Wikipedia/Stephan Kphler): Markus Miller, heutiger Ersatztorhüter von Hannover 96. Das Bild entstand 2007, als er für den Karlsruher SC das Tor hütete.

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1 Kommentar

  • Achim

    Leider sind Depressionen immer noch ein Tabuthema in der Gesellschaft, obwohl man darüber so viel lesen kann, auch hier, auf Ihrer Seite. Und man denke nur an den sympathischen Robert Enke. Sein Selbstmord hat so viele Schlagzeilen hervorgerufen, aber eigentlich ist seither weder in den Stadien noch in der Gesellschaft wirklich etwas besser geworden. Ich drücke Markus Miller den Daumen! Erinnere mich noch gut an ihn, als er für den KSC gespielt hat. Da war er sogar mal Kandidat für die Nationalmannschaft, und jetzt das!

    5. September 2011 at 15:24

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