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Heilung für Parkinson: Weltweit größte Studie beginnt

Hände

Hände: Zittern ist eines der Symptome (Foto: pixelio.de, Gerd Altmann)

Wissenschaftler suchen nach fehlenden Puzzleteilen – Ziel ist es, einen Marker im Blut zu finden.

(pte) – Donald Grosset, Wissenschaftler der University of Glasgow, wird die derzeit weltgrößte Studie zur Erforschung der Ursachen von Parkinson leiten. Laut dem Neurologen hoffen die Forscher, bessere Möglichkeiten der Diagnose und Behandlung zu finden. Die Vereinigung Parkinson’s UK sucht dafür derzeit 3.000 Patienten mit Geschwistern. In Großbritannien sind fast 130.000 Menschen an Parkinson erkrankt. In Deutschland sollen es sogar 250.000 Betroffene sein.

1,9 Mio. Euro investiert

Zu den Symptomen von Parkinson gehören Zittern, Stimmungsschwankungen, Schwierigkeiten bei der Bewegung, der Verlust des Geruchssinns und Probleme beim Sprechen. Parkinson’s UK investiert eigenen Angaben nach über 1,6 Mio. Pfund (umgerechnet 1,94 Mio. Euro) in die Tracking-Parkinson’s-Studie. Langfristig sollen damit die Chancen auf eine Möglichkeit der Heilung verbessert werden.

Für die Studie sollen die Patienten begleitet werden. Menschen, bei denen die Krankheit gerade erst diagnostiziert wurde, Patienten unter 50 Jahren sowie auch ihre Brüder und Schwestern. Ziel ist es, Marker im Blut zu finden, die für einen einfachen Parkinson-Test eingesetzt werden können, berichtet die BBC. Derzeit gibt es keine Diagnosemöglichkeit. Die Frühdiagnose mit richtigen Medikamenten ist entscheidend.

40 Einrichtungen involviert

Die Reaktionen der Teilnehmer auf verschiedene Behandlungsansätze werden bis zu fünf Jahre lang genauestens beobachtet. Schlussendlich sollen bis zu 40 Forschungseinrichtungen in Großbritannien an diesem Projekt teilnehmen. Laut Grosset ist eine Heilung für Parkinson eine globale Herausforderung und alle Proben der Teilnehmer werden weltweit Wissenschaftlern zur Verfügung stehen.

„Damit werden wir unser Endziel, eine Möglichkeit Parkinson zu heilen, schneller erreichen können“, unterstreicht der Wissenschaftler. Kieran Breen von Parkinson’s UK betont, dass die Suche nach einer Heilung von Parkinson wie ein gigantisches Puzzle sei. Derzeit fehlte jedoch noch eine ganze Menge an Teilen.

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1 Kommentar

  • Hermann Büsken

    Ich hätte mich nie an die Behandlung von Morbus Parkinson herangewagt. Als sich jetzt die Gelegenheit einer Frau, seit 2009 mit Morbus Parkinson, zu helfen ergab, habe ich nicht daran geglaubt, ihr helfen zu können. Ich legte ihr meine Hände auf. Nach der Behandlung schüttelte sie euphorisch ihre Arme und Hände aus, die sich jetzt so leicht bewegen ließen. Die Frau wusste, dass die Behandlung mindestens viermal wiederholt werden sollte. Trotz des Erfolgs, setzte sie die Behandlung nicht fort. Am Geld lag es nicht, da ich keines nehme. Sie störte wohl die Anfahrt von 150 Kilometer. Ich hätte gerne gewusst, wie sich die Behandlung ausgewirkt hätte, wenn sie öfter gekommen wäre.
    Hermann Büsken

    6. April 2016 at 09:46

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