Heinrich Hütte verzeichnet seinen ersten großen Erfolg als Behindertenbeauftragter

In einem Round Table Gespräch mit Spitzenvertretern von Banken und Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) einigte man sich darauf, überall in Deutschland Geldautomaten abzuschrauben.

Heinrich Hütte (Foto: Karl-Heinz Liebisch/pixelio.de)

Menschen mit Behinderung, die in einer Werkstatt arbeiten, erhalten – neben den so genannten Grundsicherungsleistungen – ein monatliches Arbeitsentgelt in Höhe von durchschnittlich 179,38 Euro (Stand: 2010). Diese Menschen könnten theoretisch einige Tage nach Erhalt des Betrages feststellen, dass der Monat zu kurz für das Geld ist.

Heinrich Hütte, Behindertenbeauftragter der European Union Of Physically Challenged Wisecrackers (EUPCW), will verhindern, dass Behinderte depressiv werden. Er lud deshalb Spitzenvertreter der Banken und der WfbM zu einem furchtbaren fruchtbaren Round Table Gespräch ein. Bei einem gemütlichen Mittagessen gab es Weißwürste und Brezn.

Menschen mit Behinderung schützen

Alle Beteiligten einigten sich darauf, dass sämtliche Geldautomaten, die sich näher als 1 Kilometer von WfbM befinden, abgeschraubt werden. Auf diese Weise kommen behinderte Menschen gar nicht in die Versuchung, Geld ziehen zu wollen, das schon alle ist. Außerdem bewahrt man Behinderte mit dieser Maßnahme davor, Geldautomaten kurz und klein zu schlagen, wenn nichts rauskommt. Die Gefahr, sich dabei selbst zu verletzen, sei doch enorm, wie eine Bertelsmann-Studie gezeigt habe.

Mit dem Abbau der Geldautomaten wird umgehend begonnen. Spätestens am 1. Januar 2016 werden die ersten Handwerker anrücken.

Heinrich Hütte zeigte sich mit dem Ergebnis der Gespräche sehr zufrieden: „WfbM gehören eigentlich gar nicht zu meinem Arbeitsgebiet, ich kümmere mich ja eigentlich vor allem um die Belange von Körperbehinderten. Aber es ist ermutigend zu sehen, welche Erfolge man haben kann, wenn man vernünftig miteinander redet.“

Von dieser Lösung profitieren 288.884 Menschen in Werkstätten, davon haben 77,79 % (221.621) eine geistige Beeinträchtigung (Stand: 1.1.2011).

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1 Kommentar

  • Björn

    Bin ich der Einzige, der spontan im Kalender nachgeschaut hat, ob der April eingeläutet wurde?

    3. Juni 2012 at 21:24

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