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Heinrich Popow steigt bei „Let’s Dance“ aus

„Wie nahe liegt bitte Freud und Leid beieinander?“ Paralympics-Sieger erklärt auf Facebook den Grund.

Heinrich Popow und Kathrin Menzinger (Foto: RTL/Stefan Gregorowius)

Heinrich Popow und Kathrin Menzinger (Foto: RTL/Stefan Gregorowius)

Paralympics-Sieger Heinrich Popow kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr bei der RTL-Show „Let’s Dance“ mittanzen. „Wenn es nach mir gegangen wäre, dann würde ich auf allen vieren Tanzen, aber ich muss den Ärzten recht geben und meine Gesundheit schützen“, schrieb der 33-Jährige auf seiner Facebook-Seite:

„Der traurigste Post den machen muss! Wie nahe liegt bitte Freud und Leid beieinander? Diese Nachricht ist schmerzhafter als die schmerzen die ich körperlich ertragen muss. Das Ende Let’s Dance wirkt gerade so unreal, dass ich es nicht wahrhaben will. Wenn es nach mir gegangen wäre, dann würde ich auf allen vieren Tanzen, aber ich muss den Ärzten recht geben und meine Gesundheit schützen. Meine Trauer gilt mehr Kathrin Menzinger und euch! Was Kathrin mit mir in der Show gezeigt und bewiesen hat ist mit Worten nicht zu beschreiben. Dafür werde ich ihr und euch mein Leben lang dankbar bleiben. Aus einem Tanzpaar habt ihr eine Bewegung gemacht, die eine komplett neue Sicht auf den Umgang miteinander gibt! Bitte gibt mir etwas Zeit um alles zu verkraften und danach melde ich mich bei euch. Vielen Dank an Giovanni Zarrella das du einspringst und dein Herz für diese Show einbringst. Mein Gedanken sind bei den Tanzpaaren die noch um den Sieg kämpfen. Ganz besonderer Dank gilt meiner zweiten männlichen Hälfte Faisal Kawusi und seiner Tanzpartnerin Oana Andreea Nechiti. Ihr habt mich komplettiert und mich immer motiviert. Jetzt ist es an der Zeit alles zurück zu geben und mit aller Kraft euch zu Supporten. Ich liebe euch alle. Danke.“

Laut RTL sind eine Entzündung im Stumpf und der Verdacht auf einen Sehnenriss in der Schulter Grund für die Absage. Dem Sportler wurde mit neun Jahren in Folge einer Erkrankung sein linkes Bein bis zum Oberschenkel amputiert.

Facebook: Heinrich Popow

„Es gab ganz üble Kommentare wie: ,Sollen wir Dir das gesunde Bein auch noch rausreißen, dass Du endlich aufhörst zu tanzen?‘ Aber auf zehn solcher Kommentare kamen 1000 positive. Und deshalb waren es unbeschreibliche Wochen für mich.“ Ausführlicher Bericht: Lieber ein kaputtes Bein als kaputte Menschen: Wie Popow den Hass kennenlernte.

(RP/ag)

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