Heiraten in Rostock? Nicht für Rollstuhlfahrer

Für den schönsten Tag in ihrem Leben müssen Jörg Kullmann und seine Verlobte ins 15 Kilometer entfernt gelegene Bad Dobera ausweichen.

Standesamt Rostock

Das Standesamt in Rostock (Hinter dem Rathaus 5)

Jörg Kullmann

Jörg Kullmann

In Rostock (203.000 Einwohner) gibt es offensichtlich nicht nur viele Parkplatzschweine, sondern auch kein behindertengerechtes Amt, um sich das Ja-Wort zu geben.

„Ich bin Rollstuhlfahrer und hätte im Mai gern im Rostocker Standesamt meine Verlobte geheiratet“, schreibt Jörg Kullmann (43) in einem offenen Brief an die „Ostsee Zeitung“ und bedauert:

„Leider gibt es da nicht nur bürokratische Hürden, sondern auch bauliche Barrieren (3 Stufen im Eingangsbereich) vorm Rostocker Standesamt. Ich finde das sehr traurig, dass man als Rollstuhlfahrer auch vor so einem Amt auf so viele Hürden stoßen muss. Wir haben aber eine schöne Alternative in Bad Doberan gefunden, um in den Hafen der Ehe zu fahren.“

Quelle: Ostsee Zeitung – Foto: hochzeitinmv.de

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN