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Hessen: Entwurf für neues Schulgesetz stößt auf breite Kritik

Für den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern würden die Hürden erhöht statt abgebaut.

Maike Wiedwald (r.), stellvertretende Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, übt Kritik. (Archivfoto: GEW Hessen)

Maike Wiedwald (r.), stellvertretende Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, übt Kritik. (Archivfoto: GEW Hessen)

Lehrer, Eltern und Schüler sehen beim Entwurf für ein neues hessisches Schulgesetz erheblichen Nachbesserungsbedarf. Unter anderem für den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern würden die Hürden erhöht statt abgebaut, kritisierte die stellvertretende Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Maike Wiedwald, heute in Wiesbaden.

Es sei nicht hinnehmbar, dass Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aus ihrem Freundeskreis gerissen würden, sagte Ilse Marie Krauth von der Landesgruppe Hessen im Grundschulverband. Genau dies geschehe allerdings, wenn mit dem neuen Schulgesetz die Schulbezirksgrenzen bei der Inklusion außer Kraft gesetzt würden.

Für morgen ist im Landtag eine Expertenanhörung zum Thema geplant. Die Regierungsfraktionen CDU und Grüne hatten den Entwurf mit mehr als 100 Änderungen Mitte Oktober 2016 in das Parlament eingebracht.

(dpa/lhe)

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