Hessen erleichtert Medikamenten-Versorgung Schwerstkranker

Betroffene konnten bisher nicht immer sicher sein, bei ihrer Apotheke die erforderlichen Mittel zu bekommen. Seit 12.6.2012 gilt bundesweit eine neue Regelung.

Sozialminister Stefan Grüttner (Foto: CDU)

Schwerkranke Menschen in Hessen sollen leichter zu Hause versorgt werden können. Eine Vereinbarung zwischen dem Land und den hessischen Apothekenverbänden sieht vor, dass bestimmte Medikamente wie Beruhigungs- und Schmerzmittel auch außerhalb der Geschäftszeiten in Notfallapotheken für sie vorrätig sein müssen.

„Mir ist es wichtig, dass wir den Menschen, die an einer schweren oder unheilbaren Krankheit leiden die Möglichkeit eröffnen, in ihrem häuslichen Umfeld und bei ihrer Familie versorgt zu werden“, sagte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) in Wiesbaden. Eine Liste solle die behandelnden Ärzte darüber informieren, welche Arzneimittel in welcher Dosierung in den Notfalldepots vorhanden sind.

Bundesweite Regelung seit 12. Juni

Mit der Vereinbarung konkretisiert das Land Hessen eine am 12. Juni beschlossene bundesweite Regelung. Demnach sind Apotheken dazu verpflichtet, Betäubungsmittel zur Behandlung Schwerkranker vorzuhalten oder sie in Kürze zu beschaffen. Vor der Regelung mussten Apotheken nur Medikamente vorrätig haben, die sie für ihren wöchentlichen Bedarf brauchten – darunter waren nicht immer auch Arzneimittel für Schwerkranke.

(dpa)

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