Hessen startet Inklusions-Kampagne

Eine Totgeglaubte meldet sich zu Wort: Zehn Veranstaltungen sollen ab Juni für das Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten werben.

CDU-Sozialminister Stefan Grüttner (Foto: dpa)

CDU-Sozialminister Stefan Grüttner (Foto: dpa)

Das hessische Sozialministerium will Menschen mit und ohne Behinderungen in engeren Kontakt bringen. Dies sei der beste Weg, Ängste und Vorurteile abzubauen, erklärte die Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung, Maren Müller-Erichsen, am Mittwoch in Wiesbaden. Die Behindertenbeauftragte beweist damit, dass sie tatsächlich noch lebt, auch wenn das zwischenzeitlich auf ROLLINGPLANET bezweifelt wurde.

Helfen soll die neue Öffentlichkeitskampagne „Inklusion erleben“, die zwischen Juni 2016 und September 2017 insgesamt zehn Veranstaltungen umfasst. Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) sagte: „Wir werden dabei ganz unterschiedliche Möglichkeiten der Begegnung schaffen.“ Angesprochen seien neben der Politik und Fachleuten auch Bürger sowie die Interessenvertretungen der Menschen mit Behinderungen. „Wir möchten ein echtes und selbstverständliches Miteinander in Hessen“, erklärte er. Barrieren müssten zuallererst in den Köpfen abgebaut werden.

(RP/mit Materialien von dpa/lhe)

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2 Kommentare

  • Klaus-Dieter Dingel

    Den behinderten Sand in die Augen streuen. Sie brauchen nur die Gesetze die vorhanden sind beachten, das würde schon reichen. Hier will man mit Aktionen lediglich Zeit gewinnen bei der Umsetzung.
    http://nullbarriere.de/bauordnung-hessen.htm#p46

    11. Mai 2016 at 16:42
  • Alexander Busam

    Müller-Erichsen ist seit langer Zeit bei der Lebenshilfe Gießen aktiv. Sie sitzt für die CDU im Kreistag Gießen. Sie ist von MP Bouffier zur Behindertenbeauftragten gemacht worden. Sie und ihre Mitstreiter von der Lebenshilfe verpflichteten Ende letzten Jahres den noch amtierenden Ersten Kreisbeigeordneten Oswald ab 2017 für den hauptamtlichen Vorstand. Ich hatte als ehemaliger Geschäftsführer des mittlerweile insolventen ZsL Gießen Müller-Erichsen sehr oft zum Gespräch eingeladen; auch weil sie im Vorstand des Kreisbehindertenbeirats ist. Leider konnte sie darauf nicht antworten. Und das ganze nochmal in Zahlen: Der Landkreis bezuschusst die Lebenshilfe Gießen (zumindest bis 2014 über sehr viele Jahre) mit rund 800.000 Euro jedes Jahr. Das ZsL Gießen erhielt für den Beratungsdienst in der Zeit von 2011 bis 2015 vom Landkreis insgesamt 1.000 Euro.

    13. Mai 2016 at 11:08

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