Hessisches Landesmuseum soll barrierefrei werden

Für Sehbehinderte, Gehörlose und geistig Behinderte sind spezielle Angebote geplant. ROLLINGPLANET hätte da noch eine Idee.

Aufmunterung, als die Sanierung des Museums begann (2007). Ob das Museum es wohl auch packt, einen Wald zu installieren?

ROLLINGPLANET erklärt zuerst, was ein Museum ist, damit man den Schluss dieses Berichts versteht. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutete ursprünglich “das Heiligtum der Musen“ (Schutzgöttinnen der Künste, Kultur und Wissenschaften). In einem Museum sind Dinge aufbewahrt, die man irgendwo gefunden, ausgebuddelt oder mitgenommen hat und die man erforscht, nicht vergessen will und der Nachwelt erhalten möchte.

Beim Umbau des Hessischen Landesmuseums Darmstadt läuft alles nach Plan, wenn sich ROLLINGPLANET nicht mit seinen kleinen Änderungwünschen durchsetzen kann. Allerdings sind die Kosten höher als anfangs veranschlagt. „Wir hoffen, dass wir im Oktober 2013 wieder eröffnen können“, sagte der geschäftsführende Direktor Theo Jülich der Nachrichtenagentur dpa. Der Rohbau sei fertig, auch die Außensanierung sei bald geschafft. Einen Blick auf die Baustelle können Interessierte am 8. September beim „Tag der offenen Tür“ werfen.

Zur Wiedereröffnung nach dem Umbau soll der über 100 Jahre alte Bau barrierefrei sein und fremdsprachige Beschilderungen, Führungen sowie spezielle Angebote für Sehbehinderte, Gehörlose und geistig Behinderte anbieten. Die Ausstellungsfläche wird um etwa ein Viertel auf 12.000 Quadratmeter vergrößert. Da sollte sich doch Platz für ein Mini-Wäldchen finden lassen.

ROLLINGPLANET hat noch Änderungswünsche

Hessisches Landesmuseum in Darmstadt.

Das Museum war im Oktober 2007 geschlossen worden, um es zu sanieren und neu zu gestalten. Etwa bis Februar 2013 soll gebaut werden, bis zum darauffolgenden Herbst wird es nach derzeitigen Plänen fertig eingerichtet sein. Der Umbau soll rund 50 Millionen Euro kosten. „Es wird etwas teurer werden als ursprünglich veranschlagt“, sagte Jülich. Genaue Zahlen könne er noch nicht nennen.

Das Landesmuseum stammt aus dem Jahr 1906 und zählt zu den ältesten deutschen Museen in öffentlichem Besitz. Es wurde von dem Architekten Alfred Messel errichtet, einem gebürtigen Darmstädter.

Vielleicht kann man in das Museum noch einen Wald installieren? schlägt ROLLINGPLANET vor, nachdem die hessische Landesregierung einen Wald-Verbot für Rollstuhlfahrer und Radfahrer plant. Künftige Generationen von Rollis könnten sich dann andächtig erzählen: „Weißt Du noch, in solchen Wäldern durften wir früher mal herumfahren?“. Für derartige Erinnerungsstücke sind Museen schließlich da (siehe Einleitung), glaubt ROLLINGPLANET. Das würde auch prima zur Sammlung großer Wirbeltier-Fossilien aus der Grube Messel passen, die das Museum schon hat.

(dpa/lhe/RP), großes Foto: Wikipedia/LSDSL.Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland lizenziert, kleines Foto: Wikipedia/Heidas.Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert.

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