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Heuschnupfen wirkt beim Autofahren wie 0,5 Promille Alkohol

Die Augen tränen, die Nase läuft, man muss niesen – das kann am Lenkrad gefährlich werden.

Heuschnupfen-Patienten sind im Straßenverkehr stärker gefährdet, wenn sie nichts gegen ihre Allergie unternehmen (Foto: romelia/pixelio.de)

Heuschnupfen-Patienten sind im Straßenverkehr stärker gefährdet, wenn sie nichts gegen ihre Allergie unternehmen (Foto: romelia/pixelio.de)

Wer an schwerem Heuschnupfen leidet, sollte sich in der Pollenflugzeit nicht ohne Medikamente ans Steuer setzen. Denn das Fahrvermögen kann durch die Allergiebeschwerden so beeinträchtigt werden wie durch 0,5 Promille Alkohol im Blut, erläutert der Bundesverband der Pneumologen (BdP).

Er beruft sich dabei auf eine aktuelle Studie aus den Niederlanden. Wissenschaftler hatten Betroffene mit ihren jeweiligen Allergenen in Kontakt gebracht. Probanden, die danach kein Medikament gegen ihre Symptome bekamen, hatten im anschließenden Fahrtest Probleme, die Spur zu halten.

Auf Dauer hilft nur Hyposensibilisierung

Heuschnupfen-Patienten sind folglich im Straßenverkehr stärker gefährdet, wenn sie nichts gegen ihre Allergie unternehmen. Gegen unmittelbare Beschwerden können Nasenspray, Augentropfen und Tabletten helfen. Da im Auto die Pollenkonzentration oft höher ist als draußen, sei außerdem ein Pollen-Filter sinnvoll, sagt Andreas Hellmann, Vorsitzender des BdP. All das bekämpft aber nur Symptome. Um Heuschnupfen nachhaltig einzudämmen, helfe nur eine spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt.

Wer immer zum selben Termin ab dem Frühjahr die gleichen Beschwerden habe, sollte das abklären lassen, rät Hellmann. Schweißausbrüche, Jucken, Niesen, tränende Augen, Mattheit seien etwa Indikatoren für Heuschnupfen. Wird die Allergie nicht behandelt, kann sie sich von den oberen in die unteren Atemwege ausbreiten und zu allergischem Asthma mit Atembeschwerden entwickeln. Das trete bei rund 40 Prozent der Betroffenen innerhalb von 10 bis 15 Jahren ein.

(dpa)

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