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Heute ist Welt-Diabetestag

Jährlich ist der 14. November der offizielle Weltdiabetestag der Vereinten Nationen (UN). Er ist der zweite offizielle Tag der UN, der einer Krankheit gewidmet ist, analog dem Welt-AIDS-Tag. ROLLINGPLANET beteiligt sich mit drei neuen Nachrichten: Wegweiserkarte Nervenschmerz, warum auch die Zähne betroffen sind, Fitness-Studios für Zuckerkranke.

Neue Wegweiserkarte „Nervenschmerz“

Hamburg (ots) – Geschädigte Nerven können stechende oder brennende Schmerzen auslösen. Typisch auch bei Diabetes – der hohe Blutzucker greift die Nerven an. Experten sprechen dann von einer so genannten diabetischen Polyneuropathie.

Heute ist Welt-Diabetestag. Die Initiative „Wege aus dem Schmerz“ hat aus diesem Anlass zum Thema Nervenschmerz eine praktische Wegweiserkarte entwickelt, die Betroffenen und Angehörigen leicht verständlich und auf einen Blick hilfreiche Informationen zur Diagnose und den Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Auf der Website www.wegeausdemschmerz.de steht die Wegweiserkarte „Nervenschmerz“ neben den Karten „Rücken-“ und „Rheumaschmerz“ zum Download bereit. Zusätzlich können Interessierte die Karten im Kampagnenbüro der Initiative „Wege aus dem Schmerz“ per Post anfordern.

Die Initiative „Wege aus dem Schmerz“ setzt sich für die Belange von Patienten mit Chronischen Schmerzen ein und ist eine Kooperation der Deutschen Schmerzliga e.V. (DSL), der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS) und der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS).

Augen, Nieren, Nerven und Zähne – Die Volkskrankheit Diabetes hat zahlreiche Auswirkungen

Berlin (ots) – Diabetes und Parodontitis (Zahnbetterkrankung) stehen in einem besonders engen Zusammenhang. Darauf verweist die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) anlässlich des Weltdiabetestages.

„Die Zusammenhänge von Mundgesundheit und Diabetes stehen gerade stark im Focus der Wissenschaft, erklärt der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Prof. Dr. Dietmar Oesterreich. „Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung mit zahlreichen Auswirkungen auf die Gesamtgesundheit. Augen-, Nieren- und Nervenschäden aber ebenfalls Parodontitis sind einige der möglichen Folgeerkrankungen des Diabetes. Die Zusammenarbeit von Ärzten, Diabetologen und Zahnärzten hat gerade intensiv begonnen, um die Zusammenhänge aufzubereiten. Denn es zeigen sich wechselseitige Abhängigkeiten“, so Oesterreich.

Das Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken, ist bei Diabetikern im Vergleich zu Nicht-Diabetikern dreimal so hoch. Umgekehrt begünstigt eine Parodontitis den Diabetes: Bei einer nicht behandelten Parodontitis verstärken die Entzündungsherde im Mund die Insulinresistenz der Zellen und tragen zu einer Verschlechterung der Blutzuckerwerte bei.

Um die Zusammenhänge zwischen Mundgesundheit und systemischen Erkrankungen wissenschaftlich zu analysieren, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein sechsjähriges Forschungsprojekt initiiert, das 2014 abgeschlossen sein wird. Ein im Jahr 2010 gegründeter Wissenschaftsausschuss der Initiative „Gesund im Mund bei Diabetes“ hat in diesem Jahr ein Konsensuspapier von Zahnmedizinern und Diabetologen zur Leitlinienergänzung erarbeitet. Es unterstreicht die Bedeutung der Mundgesundheit bei Diabetikern.

„Ein Diabetes kann in der Zahnarztpraxis früh erkannt werden. So kann der Zahnarzt der Erste sein, der die Erkrankung an den Auswirkungen auf die Mundhöhle feststellt. Parodontitis, eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates, kann auf einen möglichen Diabetes hinweisen“, erklärt Oesterreich. „Und: die zahnmedizinischen Zusammenhänge zeigen, dass die Prävention oraler Erkrankungen viel Potential für die allgemeine Gesundheit besitzt.“

Fitnessstudios mit Diabetes-Siegel

Baierbrunn (ots) – Seit einigen Monaten gibt es Diabetes-zertifizierte Fitnessstudios. Sie bieten sporttherapeutisch und diabetologisch besonders qualifiziertes Personal und werden ärztlich betreut, berichtet Dr. Meinolf Behrens, Diabetologe und Sportmediziner aus Minden im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Behrens, der auch die Arbeitsgemeinschaft „Diabetes und Sport“ der Deutschen Diabetes-Gesellschaft leitet, betont, dass kombiniertes Kraft- und Ausdauertraining beim Abbau von Übergewicht hilft und in der Folge oft die Dosis von Insulin oder Medikamenten verringert werden kann.

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