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Hier kommt ein Engel: Alex aus Lehrte

Engelfaktor:

Guten Tag, liebe User, ich möchte Ihnen meine/unsere Geschichte erzählen, wie ich zu meinen Engagement gekommen bin. Die Idee, hier mit zumachen, kam eigentlich von mein Sohn, der behindert ist.

Eigentlich war ich Altenpflegerin, und ich habe den Beruf gerne ausgeübt. Ich hatte da viele schöne und natürlich auch traurige Erlebnisse.

Mein traurigstes Erlebnis hatte ich mit meinem Sohn, das war im Jahr 2009. Mein Sohn war ein ganz normaler Junge, spielte viel Fussball und wollte Profifussballer werden.

Als er plötzlich krank geworden ist, von heute auf morgen, konnte er nicht mehr laufen. Wir sind dann zum Kinderarzt und ins Krankenhaus gegangen, leider konnte uns keiner helfen. Wir waren 5 mal im Krankenhaus, und mein Sohn wurde untersucht, die Ärzte haben alles gemacht und auf alles untersucht, was man so machen kann: auf Reuma, MS usw., aber ohne Erfolg, es wurde nichts gefunden.

Die Arzte konnten nur feststellen, dass er spastische Lähmung an beiden Beinen hat. Leider ist die Lähmung dann auch weiter in die Blase gegangen, und er ist inkontinent geworden.
Es war eine schlimme Zeit für uns. Mein Sohn konnte das alles nicht verstehen, er wollte eigentlich nur Fussball spielen und jetzt sitzt er im Rollstuhl.

Wir sind dann drei Monate in die Reha gefahren, und mein Sohn hat wieder etwas laufen gelernt, aber er wird wohl nie wieder richtig laufen können. Man hat uns da keine Hoffnung gemacht, im Gegenteil, die Ärzte haben gesagt, es kann den ganzen Körper befallen. Mein Sohn war so mit den Neven runter, dass er gesagt hat, dass er nicht mehr Leben möchte. Das war sehr, sehr schrecklich für mich. Wir sind zum Psychologen gegangen, der meinen Sohn und mich wieder aufgebaut hat.

Als Alleinerziehende war das alles nicht einfach. Wenn ich meine Mutter nicht gehabt hätte, dann hätte ich das alles nicht so geschafft. Es ist ja nicht nur die Krankheit von meinen Sohn, sondern auch das Finanzielle, ich stand voll im Berufsleben und habe ganz gut verdient, dann bekommt man Hartz 4 und das Geld reicht hinten und vorne nicht.
Irgenwann musste ich dann zur Tafel gehen und mir da das Essen holen, da mein Geld einfach nicht gereicht hat.

Durch die Reha hat mein Sohn viel mit anderen Kindern gespielt, die auch ein Handicap haben. Der Kontakt hat ihm sehr gut getan. Er ging vorher auf eine normale Grundschule, hat dann aber die Schule gewechselt, er geht jetzt auf eine behindertengerechte Schule, und das war auch das Beste, was er/wir machen konnte/n. Er hat sehr viel gelernt dadurch, hat sein Silber gemacht bei Schwimmen und macht wieder sehr viel Sport, alles vom Rollstuhl aus.

Ich habe einen neuen Mann kennengelernt, und wir haben vor kurzem geheiratet, worüber sich mein Sohn sehr gefreut hat. Jetzt hat er nicht nur seine Mama, sondern auch Geschwister und einen neuen Vater, sagt er.

Nur leider hat das neue Glück wieder einen Schatten. Die Lähmung hat vor kurzen im linken Arm meines Sohnes angefangen. Und jetzt geht die Suche nach den Ursachen weiter. Wir wollten eigentlich warten, bis er etwas älter ist, aber wenn die Lähmung weiter geht und vielleicht auch auf die innere Organen geht… Wir habe schon Termine im Krankenhaus, und wir hoffen, dass sie dieses Mal vielleicht die Ursache für die Lähmungen finden.

Ansonsten: Ich höre gerne Musik, am liebsten Rockmusik wie AC/DC. Ich lese gerne und koche gerne. Ich arbeite von zu Hause, ich habe mir ein kleines Nagestudio aufgebaut, ansonsten pflege ich meinen Sohn. Mit ihm geh ich gerne ins Kino oder zum Sport.

Jetzt wird sich bestimmt der eine oder andere sagen, das würde doch jede Mutter für ihr Kind machen…

Klar, das denke ich auch, und ob ich den Engel-Faktor habe? Für meinen Sohn habe ich den auf jeden Fall, und er wollte, dass ich für ROLLINGPLANET unsere Geschichte aufschreibe. Und ich muss sagen, den Engel-Faktor hat mein Sohn auch für mich, die Zeit war sehr schlimm für uns, und es wird leider nicht einfacher für uns, aber wir haben nie das Lachen verloren und die Liebe ZUM Leben. Wir lassen uns nicht unterkriegen und kämpfen weiter.

Alter: 37, Beruf: Altenpflegerin, aber jetzt Hausfrau

Sedcard:

Größe (cm): 167 cm, Gewicht (kg): 80 kg, Haarfarbe: Rot, Augenfarbe: Blau, Maße: 115/106/119, BH-Cup: 85 DD/E, Konfektion: 44/46, Schuhgröße: 40


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