""

Hier kommt ein Engel: Carola Burkl

Die 26-jährige Münchnerin wird mit dem Preis „Filippas Engel“ ausgezeichnet. In Togo baute sie eine Gehörlosenschule auf.

Carola Burkl (Foto: Privat)

Carola Burkl (Foto: Privat)

Für ihr Engagement für Gehörlose in Westafrika ist eine junge Frau aus München mit dem Preis „Filippas Engel“ ausgezeichnet worden. Carola Burkl erhielt ihn am Samstag gemeinsam mit acht weiteren jungen Menschen sowie drei Initiativen von Jugendlichen, „die selbst für andere zum Engel geworden sind“, hieß es in einer Mitteilung der Stiftung Filippas Engel des Fürstenhauses Sayn-Wittgenstein-Sayn. Das Preisgeld beträgt demnach insgesamt 28.000 Euro.

Die 26 Jahre alte Burkl hat mit anderen jungen Menschen einen Verein gegründet, der die Gehörlosenschule „Assokoto – École des sourds“ – auf Deutsch: „Es wird Zeit (Assokoto) – Schule für Gehörlose (École des sourds)“ – im westafrikanischen Staat Togo betreibt. Burkl erzählt:

„In Togo ist es generell ein Problem, dass gehörlose Kinder und Jugendliche eine Schulausbildung bekommen. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass nun die Zeit für die Gehörlosen gekommen ist, dass es Zeit für Schule wird, die den Grundstein für ein eigenständiges und unabhängiges Leben der Gehörlosen setzt. Da es in Togo bisher leider weder ein Collège noch ein Lycée für Gehörlose gab, erlernen viele Schüler nach den ersten sechs Schuljahren einen Beruf wie Schneider/in, Maler/in, Schreiner/in. Obwohl viele Schüler das Potenzial besitzen würden, ein Abitur zu machen oder sogar zu studieren!“

„Filippas Engel“ wird seit 2004 vergeben

Zu den weiteren Preisträgern des diesjährigen „Filippas Engel“-Preises zählt unter anderem der 15-jährige Simon Elias Herrmann aus Bendorf in Rheinland-Pfalz. Er hat eine Müllpresse entwickelt, mit der sich private Müllvolumen um zwei Drittel komprimieren lassen sollen.

Die Stiftung Filippas Engel gründeten Alexander Fürst und Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn sowie der Ehemann ihrer gestorbenen Tochter. Das Preisgeld stammt unter anderem aus den Honoraren für die Tagebücher der jungen Frau, die unter dem Titel „Filippas Engel“ erschienen. Filippa war 2001 im Alter von nur 21 Jahren und wenige Monate nach ihrer Hochzeit bei einem Verkehrsunfall in England ums Leben gekommen. Seit 2004 zeichnet die Stiftung mit dem nach ihr benannten Preis besonderes soziales, kulturelles oder ökologisches Engagement aus.

(RP/mit Materialien von dpa/lby)

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN