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Hilferuf aus Philippinen: Flut reißt behinderte Menschen mit sich

Archivfoto September 2009, als Philippinen (hier Region Marikina) schon einmal von einem Taifun verwüstet wurde. Foto: CBM


Regenmassen und Erdrutsche, die am Wochenende mit dem Tropensturm Washi das Land trafen, haben inzwischen laut UN-Angaben rund 1.000 Menschen das Leben gekostet.

Die lokalen Partner der Christoffel-Blindenmission (CBM) in der betroffenen Region berichten von zahlreichen Menschen mit Behinderungen, die von den Fluten mitgerissen wurden. Behinderte sind in solchen Notsituationen besonders hilflos. Ihre besonderen Bedürfnisse werden oft vernachlässigt.

Daher wird auch der CBM-Partner, die „Philippine Service of Mercy Foundation“ (PSMF) in Cagayan de Oro, einer der am schwersten betroffenen Städte, dafür Sorge tragen, dass Menschen mit Behinderungen gefunden werden und von den Hilfeleistungen profitieren. Man muss davon ausgehen, dass von den rund 340.000 Betroffenen mehr als 50.000 Menschen eine Behinderung haben.

Sie brauchen jetzt besondere Unterstützung. Wo die Fluten sinken, bleiben in der Regel Schutt- und Schlammmassen zurück: Häufig unüberwindbare Hindernisse für gehbehinderte oder ältere Menschen. Auch ein Blinder, der sich seinen Weg ertasten muss, findet sich in so einer Straße ohne Hilfe nicht mehr zurecht. Medikamente, Ersatz für verlorene Brillen und Hörgeräte oder auch Gehhilfen sind für das Überleben von Menschen mit Behinderung fast so wichtig wie Trinkwasser und Nahrung. Die CBM prüft derzeit über ihre Partner vor Ort wie am schnellsten die notwendige Hilfe geleistet werden kann.

CBM bittet um Unterstützung

Für diese Hilfsmaßnahmen ruft die CBM zu Spenden unter dem Kennwort „Nothilfe Philippinen“ unter dem Spendenkonto 2020, BLZ 370 205 00 auf. Bei Katastrophen leistet die CBM über ihre Partner unbürokratische Nothilfe. Wo sonst behinderte Kinder betreut wurden, werden zum Beispiel Verletzungen behandelt oder Nahrungsmittel ausgegeben. Dabei nimmt sie sich speziell der Menschen mit Behinderungen an, da sie in solchen Situationen besonders hilflos sind.

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