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Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt: Bipolare Störungen können töten

Betroffene sollten heftige Stimmungsschwankungen rechtzeitig ärztlich abklären lassen.

Auch Vincent van Gogh (hier ein Selbstbildnis aus dem Jahr 1887) galt als bipolar.

Auch Vincent van Gogh (hier ein Selbstbildnis aus dem Jahr 1887) galt als bipolar.

Extreme Stimmungsschwankungen können auf eine bipolare Störung hindeuten. Darauf weist Iris Hauth vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde in Berlin hin. Wer über Episoden hinweg euphorisch, dann wieder extrem niedergeschlagen und depressiv ist, sollte solche Anzeichen von einem Facharzt abklären lassen.

Normalerweise treten die ersten Symptome der psychischen Erkrankung zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf. Das Problem: Die Störung bleibt oft unerkannt, weil Betroffene die depressive Phase als schlechte Laune abtun und in der euphorischen Phase keinen Leidensdruck spüren.

Möglichst früh behandeln

Dabei sei es sehr wichtig, die Störung möglichst früh zu behandeln, so Hauth. Denn die Krankheit gehe mit einem erhöhten Risiko für Suizid einher. Jeder vierte Betroffene versuche mindestens einmal, sich das Leben zu nehmen. Auch das Berufs- und Sozialleben der Betroffenen kann durch die Störung negativ beeinflusst werden. Behandeln lässt sich die bipolare Störung mit Psychotherapie und mit Medikamenten, die die Stimmung stabilisieren.

(dpa/tmn)

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